VW tut sich mit Ex-Chefentwickler von Googles Roboterautos zusammen

Wolfsburg/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der Volkswagen-Konzern holt sich für die Entwicklung selbstfahrender Autos Hilfe vom ehemaligen Chefentwickler der Google-Roboterwagen. VW und die auf Technologie für autonomes Fahren spezialisierte Silicon-Valley-Firma Aurora kündigten am Donnerstag eine Partnerschaft an. Chris Urmson, der bei Google jahrelang das Roboterwagen-Programm beaufsichtigte, ist Mitgründer und Chef des Start-ups.

VW-Digitalchef Johann Jungwirth erklärte, man wolle "Mobilität für alle auf Knopfdruck" anbieten. Die Partnerschaft sei dafür ein "riesiger Sprung nach vorn". Auch der südkoreanische VW-Rivale Hyundai will mit Aurora auf diesem Feld zusammenarbeiten.

Auf der Technikmesse für Konsumelektronik CES in Las Vegas wollen die Unternehmen das Vorhaben vorstellen. Urmson hatte die Google-Mutter Alphabet 2016 verlassen, um ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. VW und Hyundai sind die ersten Partner von Aurora aus der Autoindustrie. Zweiter Mitgründer des Unternehmens aus Palo Alto ist der langjährige Chefentwickler von Teslas Assistenzsystem "Autopilot", Sterling Anderson.

"Unsere Priorität bei Aurora liegt darauf, selbstfahrende Fahrzeuge Realität werden zu lassen - sicher, schnell und breit zugänglich", sagte Urmson. Mit Partnern aus der Industrie wie VW sei das schneller zu erreichen. "Gemeinsam werden wir selbstfahrende Fahrzeuge in großem Maßstab auf den Markt bringen." Derzeit entwickeln alle möglichen Player Technologie für autonomes Fahren: Neben Autobauern und Zulieferern sind es auch Tech-Unternehmen wie die Google-Schwesterfirma Waymo und Apple oder der Fahrdienst-Vermittler Uber sowie diverse Start-ups.

Dem US-Technologieblog "The Verge" sagte Jungwirth, VW und Aurora wollten Ende des Jahres eine zweistellige Zahl an Test-Autos auf die Straßen bringen, die eine Hälfte davon in Deutschland, die andere im Silicon Valley. 2021 solle das Projekt soweit sein, dass in zwei bis fünf Städten Pilotflotten fahren könnten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte