VW-Skandal - Continental: Diesel nicht im Abseits

Hamburg - Der deutsche Autozulieferer Continental sieht durch den Abgasskandal von Volkswagen derzeit weder in den USA noch in Europa größere Auswirkungen auf die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen. Es gebe auch keine Anzeichen, dass sich die Marktanteile kurzfristig hin zu Benzinfahrzeugen verschieben könnten, sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer am Montag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Inwieweit sich das Kaufverhalten mittelfristig nachhaltig vom Diesel hin zum Benziner verschiebe, sei schwer zu prognostizieren.

Denkbar sei allerdings, dass die Autohersteller als Reaktion auf die Manipulationen bei VW noch mehr Elemente zur Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen einbauten. "Das könnte für uns mittelfristig ein bisschen Rückenwind geben", sagte Schäfer. Wenn man die üblichen Entwicklungszeiten von zwei bis drei Jahren berücksichtige, sei jedoch nicht vor 2018/19 mit Effekten auf das eigene Geschäft zu rechnen.

Einen größeren Preisdruck von Volkswagen spüre Continental derzeit nicht. "Die Gespräche laufen wie immer", sagte Schäfer. VW hat seinen Sparkurs verschärft, um die Kosten des Abgasskandals aufzufangen. Medienberichten zufolge sollen die Zulieferer dazu mit Preisnachlässen von insgesamt rund 3 Mrd. Euro beitragen.

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