VW-Skandal - VW muss zur Aufklärung externen Sonderprüfer einsetzen

Celle/Wolfsburg (APA/AFP) - Der Volkswagen-Konzern muss zur Aufklärung seiner Dieselaffäre einen externen Sonderprüfer einsetzen. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Celle in einem am Mittwoch verkündeten Beschluss, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage bestätigte. Damit war die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in letzter Instanz erfolgreich.

Der Beschluss ist nicht mehr anfechtbar. Das Landgericht Hannover hatte zuvor die Einsetzung eines Sonderprüfers nicht für nötig erachtet, da VW intern eine Kanzlei mit der Aufarbeitung der Affäre beauftragt habe.

Nach einem Bericht von "Spiegel Online" wurde der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Rüdiger Reinke von der Kanzlei Rölfs bestellt. Er solle prüfen, ob Vorstand und Aufsichtsrat von VW im Zusammenhang mit der Dieselaffäre ihre Pflichten verletzt und dem Unternehmen Schaden zugefügt haben. Insbesondere soll der Prüfer dem Bericht zufolge untersuchen, wann der Vorstand erstmals Kenntnis von der Abgasproblematik hatte oder hätte haben müssen - und ob er gegen Veröffentlichungspflichten verstoßen hat, indem er den Kapitalmarkt nicht rechtzeitig informierte. Diesem Vorwurf geht auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig nach.

Die Dieselaffäre war vor knapp zwei Jahren ins Rollen gekommen, als VW nach US-Ermittlungen einräumte, in Millionen von Fahrzeugen eine Schummelsoftware eingebaut zu haben. Diese sorgte dafür, dass der Schadstoffausstoß bei Tests durch die Behörden niedriger ausfiel als später auf der Straße. Auch andere Autobauer, darunter Daimler, sehen sich mit solchen Vorwürfen konfrontiert.

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse

Brüssel/Berlin (APA/Reuters) - Der Handelsüberschuss der EU-Länder mit den USA hat sich im ersten Halbjahr ungeachtet der scharfen Kritik von Präsident Donald Trump deutlich erhöht. Von Jänner bis Juni summierte er sich auf 66,9 Mrd. Euro, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Das sind 10,7 Mrd. Euro oder 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
 

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EU-Handelsüberschuss mit den USA stieg im ersten Halbjahr kräftig