VW-Skandal - Deutsche Justiz lässt Frankreich bei Ermittlungen warten

Wolfsburg/Braunschweig/Paris (APA/dpa) - Die Staatsanwaltschaft Braunschweig lässt die französische Justiz vorerst auf Ergebnisse ihrer Ermittlungen zum Abgas-Skandal bei Volkswagen warten. Die Beantwortung entsprechender Rechtshilfeersuchen aus Paris sei aufgeschoben worden, teilte ein Sprecher der deutschen Behörde am Montag mit.

"Eine Antwort wird erst dann erfolgen, wenn keine Gefahr mehr besteht, dass durch die Beantwortung die deutschen Ermittlungen beeinträchtigt werden", so der Sprecher.

Die zuständigen französischen Ermittlungsrichter hatten in einem Brief an Zivilparteien berichtet, dass drei offizielle Anfragen nach Dokumenten bisher keinen Erfolg gehabt hätten. Ihre Untersuchungen seien vom guten Willen der deutschen Justizbehörden und Volkswagens abhängig, hieß es in dem auf Ende Juli datierten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatte die Zeitung "Le Parisien" darüber berichtet.

VW hatte 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden eingeräumt, mit einer speziellen Software die Abgasreinigung von Dieselmotoren manipuliert zu haben. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug. Nach dem Bekanntwerden des Skandals hatte auch die französische Justiz Untersuchungen aufgenommen.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro