VW - Piech und Winterkorn einst ein erfolgreiches Tandem

Wolfsburg - Jahrzehntelang arbeiteten Ferdinand Piech und Martin Winterkorn erfolgreich zusammen. Nun rückte Piech ab von Winterkorn. Die beiden Top-Manager in Kurzporträts:

Ferdinand Piech: Ohne den 77-jährigen Aufsichtsratschef geht wenig bis nichts bei Volkswagen. Der frühere Audi-Chef lenkte VW selber von 1993 bis 2002 und überwacht den Konzern seitdem als Chef des mächtigen Kontrollgremiums. Piech ist der Enkel des legendären Autokonstrukteurs Ferdinand Porsche, die Familien Piech und Porsche halten die Mehrheit an VW.

VW ist sein Lebenswerk. Piech formte aus dem einstigen Übernahmekandidaten einen Weltkonzern, in dem inzwischen vom Motorrad über Pkw bis zum Schwerlaster die gesamte Automobilpalette vom Band rollt. Dabei hat Piech auch manche Top-Manager über die Klinge springen lassen. Der Österreicher, studierter Maschinenbauer, ist ein technikversessener Autonarr. Seine meist knappen Aussagen sind gefürchtet - wie nun, als er von seinem "Ziehsohn" Winterkorn abrückte, mit dem Satz: "Ich bin auf Distanz zu Winterkorn."

Martin Winterkorn: Der 67 Jahre alte VW-Vorstandschef steht an der Spitze des - hinter Toyota - weltweit zweitgrößten Autobauers mit rund 600.000 Mitarbeitern und mehr als 10 Millionen verkauften Fahrzeugen pro Jahr. Der 67 Jahre alte Metallphysiker und gebürtige Schwabe ist ein Qualitätsfanatiker. Berühmt sind seine Rundgänge auf Automessen, bei denen er an Wagen der Konkurrenz rüttelt, die Gleichmäßigkeit der Lackschicht prüft oder seine Nase testend in Materialen aus dem Fahrzeuginnenraum vergräbt.

Über seinen Förderer Piech machte Winterkorn Karriere als Qualitätsmanager für Audi und später auch den gesamten Konzern. 2007 hob ihn Piech dann an die Vorstandsspitze. Winterkorn führe nicht über Kennziffern aus den Bilanzen, sondern über die Produkte, berichten Weggefährten. Er testet alle Prototypen persönlich. Berüchtigt sind dabei seine Änderungsansagen. Mit zuletzt fast 17 Millionen Euro Jahressalär aus dem VW-Konzern und der Porsche-Dachgesellschaft PSE, die er ebenfalls lenkt, ist "Wiko", wie er VW-intern genannt wird, Spitzenverdiener der Unternehmen im deutschen Leitindex DAX.

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Zentralbank will ungeachtet gestiegener Konjunkturrisiken durch den Handelskonflikt mit den USA vorerst auf größere Hilfen für die Wirtschaft verzichten. Stattdessen sollen die Finanzierungsprobleme von Unternehmen "effektiv gelindert" werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.
 

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Chinas Notenbank verzichtet vorerst auf größere Konjunkturhilfen

Genua (APA/Reuters) - Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte den Autobahnbetreiber zu deutlich höheren Entschädigungszahlungen für die Opfer aufgefordert. Den vom Infrastrukturkonzern Atlantia angebotenen Betrag von 500 Millionen Euro nannte der Regierungschef in der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Dienstag bescheiden.
 

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Brückeneinsturz in Genua - Conte fordert mehr Geld von Betreiber

Wien (APA) - Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) befürchtet, dass Österreich in der Grundlagenforschung den Anschluss an die internationale Spitze verliert. Um das zu vermeiden, empfiehlt das Gremium der Bundesregierung, die im Wettbewerb vergebenen Mittel für Grundlagenforschung zu steigern. So sollte das Budget des Wissenschaftsfonds FWF um 80 bis 90 Mio. Euro jährlich erhöht werden.
 

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Forschungsrat empfiehlt mehr Mittel für Grundlagenforschung