VW-Mini-Ausschüttung verhindert DAX-Dividendenrekord

Wolfsburg/Frankfurt am Main - Volkswagens Mini-Dividende trübt die Ausschüttungsbilanz der deutschen Börsen-Schwergewichte in diesem Jahr. Die 30 Dax-Konzerne wollen insgesamt 29,2 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner auszahlen - das sind 1,9 Prozent weniger als 2015, wie das Beratungsunternehmen EY am Montag in Frankfurt mitteilte.

Zwar erhöhen demnach 24 Unternehmen ihre Dividende fürs abgelaufene Geschäftsjahr, bei 15 davon ist sie sogar so hoch wie nie zuvor. Doch die Kürzung der VW-Ausschüttung um mehr als 96 Prozent nach einem Rekordverlust des Autokonzerns von 1,6 Mrd. Euro wegen der Abgas-Affäre verhindere einen Dividendenrekord im Dax. Auf die Stammaktien von Volkswagen entfällt nach 4,80 Euro für das Jahr 2014 nun nur noch eine Ausschüttung von 11 Cent.

Wenig Freude bereiten ihren Anteilseignern auch die Deutsche Bank und der Energiekonzern RWE. Die Aktionäre von Deutschlands größtem Geldhaus gehen nach einem Konzernverlust von 6,8 Mrd. Euro leer aus. Bei RWE schrumpft der Studie zufolge die Ausschüttungssumme um 99 Prozent. Der Energiekonzern streicht die Dividende für die Stammaktionäre komplett, Vorzugsaktionäre erhalten eine Mini-Dividende von 0,13 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,0 Euro).

Größter Dividendenzahler ist 2016 der Autokonzern Daimler, der die Ausschüttungssumme nach dem vergangenen Rekordjahr um ein Drittel auf knapp 3,5 Mrd. Euro erhöht. Platz zwei belegt der Versicherungsriese Allianz (3,3 Mrd. Euro, plus 7 Prozent).

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden