VW-Markenvorstand stellt Vertrauensfrage

Bei Volkswagen ist dem "Spiegel" zufolge der Streit zwischen dem Betriebsrat und dem Chef der Marke VW eskaliert. Markenvorstand Herbert Diess habe dem Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh die Vertrauensfrage gestellt, berichtete das Magazin am Freitag. Der Betriebsrat hatte Diess in einem am Donnerstag teilweise veröffentlichten Brief "Unzuverlässigkeit" vorgeworfen.

"So haben wir den Eindruck, dass der Diesel-Skandal hinterrücks dazu genutzt werden soll, personelle Einschnitte vorzunehmen, die bis vor wenigen Monaten kein Thema waren", heißt es in dem Brief, den Betriebsratschef Osterloh mit unterzeichnete.
Diess habe daraufhin wissen wollen, ob er den Konzern verlassen solle, berichtete der "Spiegel" am Freitag. Die Antwort habe "nein" gelautet. Der Streit ist laut Magazin am Montag auch Thema im Präsidium des Aufsichtsrates.
Diess, der erst im Sommer 2015 zu VW stieß, soll die Marke VW wieder rentabler machen. Bereits im Oktober verkündete er ein Sparprogramm. Es sieht unter anderem vor, die Investitionen für die Kernmarke pro Jahr um eine Milliarde Euro zu kürzen. Stellenstreichungen in der Kernbelegschaft schloss Diess bisher aus - Jobstreichungen unter Leiharbeitern dagegen nicht.

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.
 

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BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt (APA/Reuters) - Eine neue Vorschrift zur Bilanzierung droht die Banken zu belasten. Basierend auf Informationen direkt überwachter Geldhäuser, die besser auf die Umstellung vorbereitet seien, betrage die negative Auswirkung auf die harte Kernkapitalquote (CET 1) im Schnitt geschätzte 40 Basispunkte, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit.
 

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EZB - Neue Bilanzierungsregel knabbert Banken-Kapitaldecke an

Bonn/Frankfurt (APA/dpa) - Die Preisexplosion für innerdeutsche Flugtickets nach der Air-Berlin-Pleite ruft das deutsche Bundeskartellamt auf den Plan. Die Wettbewerbsbehörde hat entschieden, die Preise beim Branchenprimus, der AUA-Mutter Lufthansa, zu prüfen.
 

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Deutsches Kartellamt prüft Lufthansa-Preise nach Air-Berlin-Pleite