VW-Dieselskandal - Umwelthilfe droht Kraftfahrtbundesamt mit Klage

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen droht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) dem Kraftfahrtbundesamt mit einer Klage. Seine Organisation werde den "amtlichen Rückruf aller von VW manipulierten Fahrzeuge vom Kraftfahrtbundesamt juristisch erzwingen", kündigte Geschäftsführer Jürgen Resch in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgabe) an.

Alle Rückrufmaßnahmen, die nur auf der Freiwilligkeit des VW-Konzerns beruhten, würden mit bereits vorbereiteten Klagen gegen das Kraftfahrtbundesamt (KBA) angegriffen. Eine Klage werde es geben, wenn das KBA "akzeptieren sollte, dass die Umrüstarbeiten an den Fahrzeugen von VW lediglich freiwillig vorgenommen werden", sagte Anwalt Remo Klinger von der auf Umweltrecht spezialisierten Berliner Kanzlei Geulen & Klinger, welche die Umwelthilfe vertritt. "Es muss amtlich sichergestellt werden, dass alle Fahrzeuge umgerüstet werden."

Es sei unzulässig, es beispielsweise den Fahrzeughaltern zu überlassen, ob sie einem Rückruf von VW Folge leisten und zur Umrüstung in die Werkstatt fahren, sagte Klinger. "Ein freiwilliger Rückruf seitens VW ist glattweg rechtswidrig." Der Konzern könne "nicht gewährleisten, dass wirklich alle Fahrzeuge umgerüstet werden".

Mitte September war bekannt geworden, dass VW Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert hatte, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Das KBA forderte daraufhin bei dem Konzern einen Zeit- und Maßnahmenplan zur Behebung der Manipulationen an, der am Mittwoch vorgelegt wurde.

In dem Plan sei von einer Rückrufaktion die Rede, von der "Fahrzeuge mit Euro-5-Dieselmotoren der Größe zwei Liter, 1,6 Liter und 1,2 Liter Hubraum" betroffen seien, erklärte Deutschlands Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Das KBA werde nun die von VW beschriebenen Maßnahmen prüfen, daraufhin "eine unabhängige Entscheidung" treffen "und diese gegenüber Volkswagen anordnen". Mit dieser Entscheidung sei "erst in den nächsten Tagen" zu rechnen.

New York (APA/AFP) - Erstmals seit der Gründung vor 86 Jahren führt eine Frau den US-Kosmetikkonzern Revlon. Die 44-jährige Debra Perelman werde "ab sofort" die Geschäfte führen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die bisherige Stellvertreterin ersetzt damit ihren Chef Fabian Garcia, der im Jänner nach weniger als zwei Jahren im Amt zurückgetreten war.
 

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Kosmetikkonzern Revlon erstmals seit 86 Jahren von einer Frau geführt

Bozen (APA) - Der bisherige Präsident der Handelskammer Bozen und Direktor des Südtiroler Medienhauses, Michl Ebner, ist Mittwochabend in seiner Funktion bestätigt worden. Der 65-Jährige wurde vom neu eingesetzten Kammerrat im ersten Wahlgang mit 35 von 47 Stimmen für eine weitere Amtszeit gewählt. Ebner steht der Handelskammer seit 2008 als deren Präsident vor.
 

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Michl Ebner als Präsident der Handelskammer Bozen bestätigt

Braunschweig (APA/dpa) - Der Wegfall der EU-Zuckerquote hat die Bilanz von Europas zweitgrößtem Hersteller Nordzucker deutlich getrübt. Ein rapider Preisverfall habe sich bereits negativ auf das Geschäftsjahr 2017/18 ausgewirkt und werde auch zu einem Ergebnisrückgang im laufenden Jahr führen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Nach Aus für Zuckerquote: Preisverfall trübt Bilanz bei Nordzucker