VW-Dieselskandal - S&P senkt VW-Rating und droht weitere Abstufung an

In der Volkswagen-Abgasaffäre gerät nun auch die Kreditwürdigkeit des Autobauers unter Druck. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkte am Montag die entsprechende Bewertung um eine Stufe auf "A-". Zudem drohte das Institut VW mit weiteren Verschlechterungen.

Das Rating könne um bis zu zwei weitere Stufen gesenkt werden, hieß es in einer Mitteilung. Damit droht Volkswagen ein Abrutschen seiner Kreditwürdigkeit in die untere Mittelmäßigkeit.

Volkswagen habe im Skandal um die manipulierende Abgas-Software Mängel im Management, der Unternehmensführung und bei der Bewältigung von Risiken gezeigt, hieß es in der Mitteilung weiter. S&P will nun unter anderem weiter die Auswirkungen der Vorfälle auf die wirtschaftlichen Aussichten und die Wettbewerbsposition des Konzerns untersuchen. Auch die Entwicklung der Einnahmen und der Verschuldung würden unter die Lupe genommen.

Wegen der Nachrüstung der betroffenen Fahrzeuge und möglicher Schadenersatz- und Strafzahlungen muss Volkswagen mit hohen Kosten rechnen. Der neue Vorstandsvorsitzende Michael Müller sagte in der vergangenen Woche bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg, die bereits zurückgestellten 6,5 Mrd. Euro reichten nicht aus. Deswegen würden alle geplanten Investitionen noch einmal auf den Prüfstand gestellt.

VW hatte in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Die Software ist in insgesamt elf Millionen Fahrzeuge weltweit eingebaut, in Deutschland sind laut Volkswagen rund 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen, in Österreich rund 363.000 Autos.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte