VW-Dieselskandal - Gewerkschaft IG Metall auf Distanz zu Pötsch

Frankfurt - In der IG Metall gibt es weiterhin starke Bedenken, den bisherigen Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch zum Aufsichtsratschef bei Volkswagen zu machen. Man brauche nach dem Abgasskandal ein klares Zeichen, dass das Kontrollgremium unabhängig und ohne Vorbelastung seinen Aufgaben nachgehen könne, war am Freitag in Kreisen der bei VW einflussreichen Gewerkschaft zu hören.

Von daher wolle man sich für eine "weitergehende Neuorientierung" einsetzen. Auch im Interesse der Arbeitnehmer müsse alles getan werden, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Bei der Sitzung des Aufsichtsratspräsidiums am vergangenen Mittwoch hatten die VW-Eigner-Familien Piech und Porsche gegen Bedenken der Arbeitnehmervertreter klar gemacht, dass sie Pötsch an der Spitze des Kontrollgremiums sehen wollen. Letztlich stimmten Gewerkschafter wie auch das Land Niedersachsen der Personalie aber zu. Zuvor hatte es Bedenken gegeben, dass Pötsch eine Mitschuld an der Manipulation der Abgaswerte von rund elf Millionen Dieselmotoren tragen könnte.

Der 64-Jährige soll nach den Plänen der Familien von einem Registergericht als Aufsichtsrat bestellt werden, anschließend stünde in dem Kontrollgremium seine Wahl zum Vorsitzenden an. Über das mögliche Abstimmungsverhalten der Gewerkschafter in dem Gremium gab es am Freitag keine Hinweise.

Tokio (APA/dpa) - Der schwache Yen, der Smartphone-Boom und die deshalb rege Nachfrage nach Halbleiterprodukten sowie die stark gestiegenen Ausfuhren nach China kurbeln Japans Exportwirtschaft weiter an. In den ersten zehn Monaten exportierte das Land nach Angaben der Regierung vom Montag Waren im Wert von 64 Billionen Yen (481,86 Mrd. Euro) - dies ist der höchste Wert seit 2008, also vor der Finanzkrise.
 

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Japans Exporte laufen 2017 so gut wie seit 2008 nicht mehr

Madrid (APA/Reuters) - Die familiengeführte Hotelkette Barcelo will mit der börsennotierten NH Hotels Group zusammengehen und so die größte Hotelgruppe Spaniens schmieden. Barcelo habe Interesse an einem Zusammenschluss geäußert, teilte NH am Montag mit und bestätigte damit einen entsprechenden Medienbericht. Barcelo wolle an dem neuen Hotelriesen 60 Prozent halten.
 

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Barcelo will mit NH neuen Hotelriesen in Spanien schmieden

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Wirtschaft hat besorgt auf das Scheitern der Jamaika-Sondierungen reagiert. DIHK–Präsident Eric Schweitzer sprach von einer Enttäuschung. Damit würden Chancen verpasst. "Es besteht die Gefahr, dass jetzt die Arbeiten an wichtigen Zukunftsthemen unseres Landes lange verzögert werden", warnte er in der Nacht zum Montag.
 

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Jamaika - Deutsche Wirtschaft nach Scheitern der Sondierung besorgt