VW-Dieselskandal - Gewerkschaft IG Metall auf Distanz zu Pötsch

Frankfurt - In der IG Metall gibt es weiterhin starke Bedenken, den bisherigen Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch zum Aufsichtsratschef bei Volkswagen zu machen. Man brauche nach dem Abgasskandal ein klares Zeichen, dass das Kontrollgremium unabhängig und ohne Vorbelastung seinen Aufgaben nachgehen könne, war am Freitag in Kreisen der bei VW einflussreichen Gewerkschaft zu hören.

Von daher wolle man sich für eine "weitergehende Neuorientierung" einsetzen. Auch im Interesse der Arbeitnehmer müsse alles getan werden, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Bei der Sitzung des Aufsichtsratspräsidiums am vergangenen Mittwoch hatten die VW-Eigner-Familien Piech und Porsche gegen Bedenken der Arbeitnehmervertreter klar gemacht, dass sie Pötsch an der Spitze des Kontrollgremiums sehen wollen. Letztlich stimmten Gewerkschafter wie auch das Land Niedersachsen der Personalie aber zu. Zuvor hatte es Bedenken gegeben, dass Pötsch eine Mitschuld an der Manipulation der Abgaswerte von rund elf Millionen Dieselmotoren tragen könnte.

Der 64-Jährige soll nach den Plänen der Familien von einem Registergericht als Aufsichtsrat bestellt werden, anschließend stünde in dem Kontrollgremium seine Wahl zum Vorsitzenden an. Über das mögliche Abstimmungsverhalten der Gewerkschafter in dem Gremium gab es am Freitag keine Hinweise.

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Wien (APA) - Der frühere Lobbyist und FPÖ-Politiker Walter Meischberger hält seine Anklage in der Causa Telekom Austria/Parteienfinanzierung für parteipolitisch motiviert und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geldwäsche. Das geht laut einem Bericht des "Standard" (Wochenendausgabe) aus den "ergänzenden Ausführungen" seines Rechtsanwalts zum Einspruch gegen die Anklageschrift hervor.
 

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Telekom-Anklage: Meischberger wehrt sich gegen Geldwäschevorwurf

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Deutscher Politiker: Entspannter im Handelsstreit mit USA