VW-Dieselskandal- Finanzaufsicht: Untersuchungen werden länger dauern

Die Untersuchungen der Finanzaufsicht zum Handel mit VW-Aktien rund um den weltweiten Abgas-Skandal könnten sich noch lange hinziehen. "Wir wissen nicht, wann sie abgeschlossen sein werden", sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Es handle sich bei der Überprüfung nach wie vor um eine routinemäßige Untersuchung, die bei großen Kursschwankungen immer anstehe.

Zudem prüfe die Bafin, ob Volkswagen bei der Veröffentlichung des Abgas-Skandals entsprechend dem Aktiengesetz gehandelt habe, sagte die Sprecherin. Kritiker werfen VW vor, die Öffentlichkeit zu spät informiert zu haben. Nach Ansicht einiger Juristen hat sich der Konzern wegen einer Reihe von unterlassenen sowie unvollständigen Kapitalmarkt-Informationen gegenüber seinen Aktionären schadenersatzpflichtig gemacht. In Deutschland und in den USA drohen VW deshalb bereits Sammelklagen.

Seit dem Bekanntwerden der Manipulationen bei Diesel-Fahrzeugen ist der Kurs der VW-Vorzugsaktien eingebrochen. Zum Wochenbeginn sackten die Papiere an der Frankfurter Börse erneut ab - mit 86,36 Euro fielen sie zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab