VW-Dieselskandal - BMW-Entwicklungschef: VW hat noch lange Probleme

Wolfsburg/München - Die Abgas-Affäre bei Volkswagen wird der Autobranche nach Einschätzung von BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich noch monatelang Probleme bereiten. "Es werden jetzt Hunderte von Testergebnissen aufsteigen, wo irgendjemand irgendwas gefahren hat", sagte Fröhlich am Donnerstag auf einem Kongress der Fachzeitschrift "Automobilwoche" in Berlin.

Dabei kämen sicher auch einmal erhöhte Abgaswerte heraus, da der Ausstoß von Stickoxiden mit Last und Drehzahl stark ansteige.

"Sie können auch im ersten Gang um den Block fahren, dann haben Sie eine 40-fache Überhöhung", erklärte Fröhlich. Das sage aber nichts aus. Entscheidend seien die Zulassungstests.

In der vergangenen Woche hatte es inzwischen relativierte Berichte gegeben, auch BMW habe Abgaswerte überschritten. Der Autobauer hatte daraufhin klargestellt: "Grundsätzlich gilt: Bei der BMW Group wird nicht manipuliert, und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben."

Die Testergebnisse stammten laut Fröhlich aus einem einmaligen einstündigen Fahrversuch auf der Straße und nicht auf einem definierten Profil. Damit seien sie nicht vergleichbar.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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