VW-Dieselskandal - BMW-Entwicklungschef: VW hat noch lange Probleme

Wolfsburg/München - Die Abgas-Affäre bei Volkswagen wird der Autobranche nach Einschätzung von BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich noch monatelang Probleme bereiten. "Es werden jetzt Hunderte von Testergebnissen aufsteigen, wo irgendjemand irgendwas gefahren hat", sagte Fröhlich am Donnerstag auf einem Kongress der Fachzeitschrift "Automobilwoche" in Berlin.

Dabei kämen sicher auch einmal erhöhte Abgaswerte heraus, da der Ausstoß von Stickoxiden mit Last und Drehzahl stark ansteige.

"Sie können auch im ersten Gang um den Block fahren, dann haben Sie eine 40-fache Überhöhung", erklärte Fröhlich. Das sage aber nichts aus. Entscheidend seien die Zulassungstests.

In der vergangenen Woche hatte es inzwischen relativierte Berichte gegeben, auch BMW habe Abgaswerte überschritten. Der Autobauer hatte daraufhin klargestellt: "Grundsätzlich gilt: Bei der BMW Group wird nicht manipuliert, und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben."

Die Testergebnisse stammten laut Fröhlich aus einem einmaligen einstündigen Fahrversuch auf der Straße und nicht auf einem definierten Profil. Damit seien sie nicht vergleichbar.

Luxemburg (APA/AFP) - Unternehmen können sich nicht missbräuchlich auf bestehende Steuerregeln berufen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Mittwoch, dass "missbräuchliche Praktiken von Wirtschaftsteilnehmern" von der Anwendung des EU-Rechts nicht gedeckt sind. Konkret bestätigte der EuGH eine Mehrwertsteuerforderung der Steuerbehörden in Irland für den Verkauf von Immobilien. (Az: C-251/16)
 

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EuGH-Urteil: Legal aber missbräuchlich heißt illegal

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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Agrarproduktion ging in EU um 2,8 Prozent zurück, Österreich mit Plus

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich Mittwoch bei der Präsentation ihrer Empfehlungen zu den Budgetentwürfen der Staaten für 2018 im Rahmen des Europäischen Semesters positiv über die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici jubelte über das beste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren. Das durchschnittliche Defizit im Euroraum werde 2018 weniger als ein Prozent betragen.
 

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EU-Kommission erfreut über bestes Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren