VW-Diesel-Fahrer können gegen Leasing-Nachzahlung klagen

Wolfsburg (APA/Reuters) - Der Dieselskandal bei Volkswagen zieht eine weitere Variante von Schadensersatzklagen gegen den deutschen Autobauer nach sich: Leasingkunden drohen der Frankfurter Anwaltskanzlei Nieding + Barth zufolge Nachzahlungen am Ende des Vertrags über ein Diesel-Fahrzeug, wenn dessen Restwert gesunken ist.

Diesen Betrag, der vierstellig ausfallen könne, könnten Leasingnehmer gegen den VW-Konzern noch vor Ablauf der Verjährungsfrist Ende dieses Jahres einklagen, erklärte Anwalt Klaus Nieding am Dienstag. Sollte der Leasingvertrag noch über diesen Termin hinaus laufen und damit noch kein Schaden entstanden sein, wäre eine Feststellungsklage zu dem Anspruch ratsam.

Nieding + Barth bündelten in Zusammenarbeit mit dem Prozessfinanzierer Foris mögliche Klagen in Streitgenossenschaften. Kosten fielen für die Kläger dabei nur im Erfolgsfall an in Höhe von 20 bis 30 Prozent des erstrittenen Schadensersatzes, wie Volker Knoop von Fortis erklärte. Etwa vier von zehn Leasingkunden schlössen einen solchen Restwertvertrag mit Nachzahlpflicht bei geringerem Fahrzeugwert ab, sagte Nieding. Es hätten sich schon einige Mandanten gemeldet, die zahlen mussten. Zudem gebe es mehr als 100 Anfragen von Betroffenen.

Die Restwerte waren trotz des im September 2017 aufgeflogenen Skandals um die Manipulation von Dieselabgasen bei VW lange nicht unter Druck geraten. Doch seit Sommer ermittelte die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) einen Rückgang des Restwertes eines drei Jahre alten Dieselwagens auf zuletzt 54,1 Prozent im Vergleich zu 54,4 Prozent im Vorjahr. Die Diskussion um drohende Diesel-Fahrverbote in Großstädten lässt die Gebrauchtwagenpreise für Selbstzünder sinken und die Neuzulassungen von Diesel-Pkw einbrechen.

Memphis (Tennessee) (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat nach der Kritik an dem von ihm benannten Führungspersonal der Notenbank Widerspruch aus den Reihen der Währungshüter geerntet. Trump hatte die Zentralbank Fed für verrückt erklärt und die von ihm getroffene Personalauswahl als "nicht so glücklich" bezeichnet.
 

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Trumps scharfe Kritik an Währungshütern löst Widerspruch bei Fed aus

Stuttgart (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer Porsche braucht mehr Personal für den Bau seiner Elektroautos. Für die Serienfertigung des Mission E Cross Turismo will der Sportwagenhersteller noch einmal 300 Stellen am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen schaffen, wie Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag in Nürtingen beim Branchengipfel der Hochschule für Automobilwirtschaft ankündigte.
 

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Porsche stellt noch mehr Mitarbeiter für E-Auto-Produktion ein

Riad (APA/dpa) - Zu seiner großen Investmentkonferenz in Riad wollte Saudi-Arabien kommende Woche die Größen der Finanzwelt und Eliten der internationalen Wirtschaft in die Ölmonarchie locken. Doch das Verschwinden und die mutmaßliche Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat einen dunklen Schatten auf die aufwendig inszenierte Veranstaltung geworfen.
 

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"Future Investment Initiative" - Riads Plattform für Geldgeber