VW-Chef Müller ist offen für Blaue Plakette für Diesel

Wolfsburg (APA/dpa) - Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller kann sich die Einführung einer Blauen Plakette für saubere Diesel vorstellen. "Grundsätzlich verschließen wir uns der Einführung einer Blauen Umweltplakette nicht", sagte Müller dem Nachrichtenmagazin "Focus" (Samstag). "Wenn die Regierung sie beschließt, tragen wir das mit."

Zu einfach dürfe man es sich mit der Plakette zur Kontrolle von Fahrverboten aber nicht machen - sie dürfe "nicht pauschal nur auf Euro-6-Fahrzeuge geklebt werden", betonte er. Es gebe Euro-5-Fahrzeuge, die emissionsärmer führen als Autos mit der Abgasnorm Euro 6.

Eine blaue Plakette zur Kennzeichnung von Autos, die auch in Straßen oder Zonen mit Diesel-Fahrverboten fahren dürften, fordern unter anderem Kommunen und Umweltschützer. Der designierte deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnte allerdings wie seine Vorgänger eine blaue Plakette für relativ saubere Dieselwagen ab.

Der VW-Chef sprach sich gegen generelle Fahrverbote aus. Zugleich rief er zu besserer Zusammenarbeit von Politik und Industrie auf: "Zuletzt ist die Distanz zwischen Industrie und Politik spürbar gewachsen. Aus nachvollziehbaren Gründen. Doch jetzt ist es Zeit, diese Distanz wieder abzubauen", schrieb er in einem Gastbeitrag für den "Focus". Dabei gehe es nicht um "Kumpanei oder Hinterzimmer-Deals".

Wien (APA) - Die Bundesregierung will mehr Menschen in Beschäftigung bringen und hat dazu für heute zu einem Job-Gipfel geladen, erklärte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) nach dem Ministerrat. Zwar herrsche derzeit Hochkonjunktur, gleichzeitig seien die Betriebe aber auf der Suche nach Fachkräften. Die Mittel für Integration in ihrem Ressort werden von 10 auf 20 Mio. Euro aufgestockt.
 

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Job-Gipfel - Schramböck will mehr Menschen in Beschäftigung bringen

Tuzla/Sarajevo (APA) - Ein chinesisches Baukonsortium, das 2014 den Zuschlag für den Bau eines neuen 450-Megawatt-Blocks des Kohlekraftwerkes in Tuzla im Wert von 1,5 Mrd. Konvertible Mark (761,61 Mio. Euro) erhielt, zieht sich aus dem Projekt zurück. Das berichtete am Mittwoch das Internetportal "Klix.ba" unter Berufung auf das Konsortium von Gezhouba Group (CGGC) und Guangdong Electric Power Design Institute (GEDI).
 

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Chinesisches Konsortium steigt aus bosnischem Mega-Bauprojekt aus

KMU sind auf dem Stand von "Digitalen Neulingen"

Wirtschaft

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