VW bereitet möglichen Börsengang der LKW-Sparte vor - Zeitung

Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen trifft einem Zeitungsbericht zufolge Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte. Noch in diesem Monat solle mit der Umwandlung der Volkswagen Truck & Bus GmbH in eine Aktiengesellschaft das Fundament dafür geschaffen werden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise vorab aus seiner Montagausgabe.

Ziel sei es, in diesem ersten Schritt die "Kapitalmarktfähigkeit" zu erreichen. In einem nächsten Schritt sollten Investmentbanken engagiert werden, um bei Investoren für den Geschäftsbereich mit rund 80.000 Mitarbeitern zu werben. "An der Börse soll die Aktie dann im Frühjahr kommenden Jahres erstmals gehandelt werden", zitierte die Zeitung einen Manager, der ungenannt habe bleiben wollen. Laut Konzerninsidern wolle VW zunächst die Mehrheit an der Sparte behalten. Auch die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtete, VW habe sich zuletzt mit möglichen Schritten beschäftigt, die der Sparte Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen würden.

Eine Sprecherin der LKW-Sparte wollte sich am Sonntag nicht dazu äußern. Sie verwies auf frühere Anmerkungen von Managern, wonach ein Börsengang eine der Optionen sei.

Final beschlossen sei der Börsengang nicht, berichtete das "Handelsblatt". Dazu seien noch weitere Beschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrats nötig und der Betriebsrat müsste eingebunden werden. Dies solle in den kommenden Wochen geschehen. Eine solche Transaktion könnte der zweitgrößte Börsengang der vergangenen Jahre nach der Siemens-Tochter Healthineers werden und VW nach Einschätzung von Experten einen zweistelligen Milliardenbetrag in die Kassen spülen, hieß es weiter.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder