VW-Aufsichtsrat stellt Weichen für Elektromobilität

Wolfsburg (APA/Reuters) - In Wolfsburg ist der VW-Aufsichtsrat zusammengekommen, um Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität zu beschließen. Das 20-köpfige Gremium soll grünes Licht für den Plan von Konzernchef Herbert Diess geben, in Deutschland in den nächsten Jahren drei Fahrzeugwerke auf die Produktion von rein batteriegetriebenen Autos umzustellen.

In Emden im Ostfriesland soll ein besonders günstiges Elektromodell vom Band rollen, das Insidern zufolge weniger als 20.000 Euro kosten soll. Mit dem Wagen will VW gegen den US-Rivalen Tesla antreten, der mit dem Model 3 in den Massenmarkt drängt. Hannover soll den elektrischen Bulli-Nachfolger I.D. Buzz bauen. Das Werk, in dem der Transporter T6 vom Band rollt, soll in den nächsten Jahren weitere Elektrofahrzeuge bekommen. In Zwickau in Sachsen läuft der Umbau zu einer hochautomatisierten Autofabrik bereits. Dort soll Ende nächsten Jahres die Produktion des kompakten I.D. Neo anlaufen.

Um den steigenden Bedarf an Energiespeichern zu decken, der mit den ehrgeizigen Plänen verbunden ist, prüft Volkswagen einen Einstieg in eine eigene Batteriezellenfertigung. Dazu verhandelt das Management Insidern zufolge über eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Batteriezellenhersteller SKI Innovation. Auch über den Stand der Verhandlungen über eine Allianz mit dem US-Autobauer Ford wollen sich die VW-Kontrolleure von Diess unterrichten lassen. VW und Ford hatten im Juni eine Kooperation bei leichten Nutzfahrzeugen angekündigt. Inzwischen erstrecken sich die Überlegungen laut Insidern auch auf eine mögliche Zusammenarbeit bei Elektroautos und autonomen Fahrzeugen. Ford-Chef Jim Hackett hatte sich zuletzt allerdings zurückhaltend über eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit VW geäußert.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte