VW-Anleger nach Piech-Rücktritt in Kauflaune

Wolfsburg - Nach dem überraschenden Rücktritt von VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech haben die Anleger gleich reihenweise bei Volkswagen zugegriffen. Die Aktien, die in den vergangenen beiden Handelswochen knapp acht Prozent verloren haben, kletterten am Montag in der Spitze um 5,1 Prozent auf 245 Euro. Sie waren damit Spitzenreiter im Dax.

"Die Anleger hoffen, dass nach dem wochenlangen Machtkampf wieder Ruhe in den Konzern einkehrt," sagte ein Händler. Auch DZ-Bank-Analyst Michael Punzet schrieb mit Blick auf den Rücktritt von Piech in einem Kommentar: "Aus operativer Sicht sehen wir diesen Schritt positiv, da sich der Vorstand nun wieder auf das operative Geschäft konzentrieren kann." Allerdings dürften nun Spekulationen über mögliche Anteilsverkäufe von Piech die Runde machen. Den Familien Porsche und Piech gehört gemeinsam die Mehrheit an Volkswagen.

Kapitalmarkt-Experte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser bezweifelt, dass die Machtkämpfe bei VW nun ein Ende finden. "Es ist doch sehr fraglich, ob sich Piech wirklich schon geschlagen gibt." Der 78-Jährige werde weiterhin versuchen, im Hintergrund die Fäden zu ziehen. Aus Sicht der Analysten von JP Morgan könnte die VW-Aktie nach dem Abgang von Piech nun erst einmal volatiler werden.

Seit Jahresbeginn haben VW-Aktien rund 26 Prozent an Wert gewonnen, der Dax kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von knapp 21 Prozent.

Wien/Paris (APA) - Der globale Rohstoffverbrauch wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis 2060 nahezu verdoppeln. Von derzeit jährlich 90 Gigatonnen soll der Verbrauch auf 167 Gigatonnen ansteigen, geht aus einem Vorausbericht zu einer OECD-Studie zum künftigen Rohstoffverbrauch hervor.
 

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OECD: Globaler Rohstoffverbrauch wird sich bis 2060 verdoppeln

Straßburg (APA/dpa) - Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag (13.00 Uhr) in Straßburg über die umstrittenen italienischen Budgetpläne für 2019. Das Gremium der Kommissare werde das weitere Vorgehen im Streit mit der Regierungskoalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega beraten, hieß es im Vorfeld.
 

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EU-Kommission berät weitere Schritte im Haushaltsstreit mit Italien

Berlin/München (APA/Reuters) - BMW ruft wegen Problemen bei Klimaanlagen weltweit weitere 1,6 Millionen Autos zurück. Betroffen seien Diesel-Fahrzeuge, die vom August 2010 bis August 2017 produziert worden seien, teilten die Bayern am Dienstag mit. Bei den Autos könne Kühlflüssigkeit austreten, was im Extremfall einen Brand auslösen könnte.
 

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BMW ruft wegen Kühlmittel-Problemen weitere 1,6 Mio. Autos zurück