VW-Abgasskandal - VW, Bosch und Verheugen sollen im EU-Parlament aussagen

Brüssel/Wolfsburg - Der EU-Untersuchungsausschuss zum VW-Abgasskandal hat Vertreter von Volkswagen, Bosch sowie den ehemaligen EU-Industriekommissar Günter Verheugen in den Ausschuss geladen.

Noch vor der Sommerpause sollen sie sich dort den Fragen der Europaabgeordneten stellen, sagte der Ausschuss-Berichterstatter Gerben-Jan Gerbrandy am Mittwoch in Brüssel. Zusammen mit der Ausschussvorsitzenden Kathleen Van Brempt stellte er das Arbeitsprogramm des Untersuchungsausschusses vor.

Die Befragung von Bosch als Zulieferbetrieb ist demnach für Juni geplant. Volkswagen und Verheugen sollen im Juli befragt werden, daneben sollen auch andere Zulieferer und Autohersteller aussagen. Namentlich nannte Gerbrandy Renault, Toyota und Mitsubishi.

Verheugen, zwischen 2004 und 2010 EU-Kommissar für Industrie und Unternehmenspolitik, ist einer von insgesamt sechs ehemaligen oder aktuellen EU-Kommissaren, die der Ausschuss befragen möchte. Er will sich zunächst über technische Details informieren, dann die europäische Ebene befragen und sich in der zweiten Jahreshälfte um mögliche Versäumnisse bei den Aufsichtsbehörden in den EU-Mitgliedsstaaten kümmern.

Der Untersuchungsausschuss des Europaparlaments soll bis Anfang 2017 die Hintergründe des VW-Abgasskandals beleuchten. Der Konzern hatte im September eingeräumt, bei Umwelttests von Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert zu haben. Die nächste Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 28. April statt.

Leverkusen (APA/Reuters) - Der deutsche Pharmakonzern Bayer erwägt eine Auslagerung von Pharmaforschungsaktivitäten. Vorstandschef Werner Baumann habe Ende September auf einer Betriebsversammlung in Leverkusen über das schwächer werdende Wachstum des Pharmageschäfts gesprochen und Gedanken geäußert, dass Ausgaben für die Forschung nach außen verlagert werden könnten, erklärte der Bayer-Gesamtbetriebsrat in einem Infobrief.
 

Newsticker

Betriebsrat: Bayer prüft Auslagerung von Pharmaforschungsaktivitäten

Hamburg (APA/dpa) - Der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf wird künftig von Stefan De Loecker geführt. Der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende soll mit 1. Jänner Stefan Heidenreich an der Spitze beerben, wie der DAX-Konzern am Montag in Hamburg mitteilte. Das entschied der Aufsichtsrat.
 

Newsticker

Vize De Loecker rückt bei Beiersdorf an die Spitze

Brüssel/Burbank (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der US-Medienkonzern Walt Disney will sich das grüne Licht der EU-Kommission zur Übernahme des Film- und Fernsehgeschäfts des Konkurrenten Twenty-First Century Fox mit Zugeständnissen sichern. Es gehe darum, den Wettbewerbshütern ihre Bedenken zu nehmen, teilte die EU-Kommission am Montag mit ohne Details zu nennen.
 

Newsticker

Disney-Konzern ringt um Zustimmung der EU-Kommission zu Fox-Deal