VW: Erneute Ermittlungen in der Chefetage

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen sieht sich wegen der Durchsuchungen von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung in Büros der Chefetage zu Unrecht am Pranger. Das Unternehmen halte sich bei der Vergütung von Betriebsratsmitgliedern an die Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes, teilten die Wolfsburger am Mittwoch mit.

Der Autobauer verwies darauf, dass die Entgeltfindung für Betriebsratschef Bernd Osterloh bereits vor Monaten vor dem Hintergrund von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig auch durch einen externen juristischen Sachverständigen überprüft worden sei. "Dieser kommt zu dem Schluss, dass die vom Unternehmen vorgenommene Eingruppierung von Bernd Osterloh den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes entspricht", erklärte VW.

Der Konzern gehe daher davon aus, dass die vom Unternehmen festgelegte Vergütung des Konzernbetriebsratsvorsitzenden mit den rechtlichen Vorgaben im Einklang stehe. Dies gelte auch im Zusammenhang mit steuerrechtlichen Fragen.

Die Ermittler hatten nach Angaben von Volkswagen am Dienstag die Büros von Finanzvorstand Frank Witter und Personalvorstand Karlheinz Blessing durchsucht. Dabei seien Akten und Computer beschlagnahmt worden, hatte ein VW-Sprecher gesagt. Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch war entgegen früheren Angaben nicht von den Durchsuchungen betroffen. Insidern zufolge soll auch das Büro von Osterloh Besuch bekommen haben. Hintergrund der Durchsuchungen sind demnach angeblich überhöhte Zahlungen an den Betriebsratsvorsitzenden. Die Steuerfahndung Braunschweig bestätigte, an der Durchsuchung beteiligt gewesen zu sein. Sprecher des Betriebsrats und der Staatsanwaltschaft Braunschweig waren nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

Newsticker

Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

Newsticker

Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

Newsticker

Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London