Vorwerk kämpft gegen gesunkene Umsätze bei Thermomix und Kobold

Wuppertal (APA/dpa) - Angesichts eines Umsatzeinbruchs bei der Küchenmaschine Thermomix setzt das deutsche Familienunternehmen Vorwerk auf eine Ausweitung des Vertreterheers und auf ein neues Produkt. Weltweit war der Thermomix-Umsatz 2017 um 12,9 Prozent auf rund 1,1 Mrd. Euro zurückgegangen, im wichtigsten Markt Deutschland lag das Umsatzminus sogar bei 22,1 Prozent, wie Vorwerk am Mittwoch in Wuppertal mitteilte.

Einen Umsatzrückgang musste das Unternehmen auch bei der Staubsaugermarke Kobold mit einem Minus um 5,3 Prozent hinnehmen, so dass der Umsatz der Vorwerk-Gruppe insgesamt um 5,0 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro zurückging. Aufgrund des gesunkenen Absatzes sei das operative Jahresergebnis "signifikant" unter dem des Vorjahres gelegen, hieß es. Genaue Zahlen hierzu nannte das Unternehmen aber nicht.

Vorwerk-Gesellschafter Reiner Strecker zeigte sich jedoch von der Zukunft der im Basis-Paket mindestens 1.200 Euro teuren Küchenmaschine überzeugt. Nach einem Boom in den vergangenen Jahren sei lediglich eine Konsolidierung eingetreten, meinte er. Hoffnung setze das Unternehmen aber auch auf neue Märkte wie China und die USA. Im Spätsommer werde Vorwerk zudem mit einer automatischen Teemaschine ein neues Produkt auf den Markt bringen.

Für das laufende Jahr kündigte das Unternehmen wieder einen "geringfügig steigenden" Umsatz insbesondere durch Zuwächse bei Thermomix und Kobold an. Dabei werde Vorwerk nach einem Rückgang des Vertreterheers im vergangenen Jahr auch wieder auf mehr Berater setzen. Weltweit 633.128 selbstständig arbeitende Vertreter standen im vergangenen Jahr 12.333 festangestellten Mitarbeitern gegenüber. Zudem prüfe Vorwerk auch die zunehmende Einbindung weiterer Vertriebswege wie den Verkauf in Shops oder im Internet, kündigte Strecker an.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro