Vorbild Deutschland: Vermieter soll Maklerprovision zahlen

(APA) - Die Forderung nach Abschaffung der Maklerprovision für Mieter ist ein Dauerthema. Die Arbeiterkammer nimmt nun die deutsche Koalitionseinigung von dieser Woche zum Anlass, ihre Forderung zu bekräftigen. Demnach soll in Zukunft der Auftraggeber den Makler bezahlen. "Da der Vermieter in der Regel den Makler beauftragt, soll dieser auch bezahlen", so AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Im aktuellen SPÖ-ÖVP-Regierungsprogramm ist die Abschaffung der Maklerprovision nicht enthalten. "Nichtsdestotrotz ist es eine wichtige Forderung und heißt nicht, dass sie nicht erfolgreich sein kann", so Zgubic am Donnerstagnachmittag zur APA. Den ersten Erfolg beim Thema Maklerprovision hätte es im Jahr 2010 gegeben, als die Maklerprovision begrenzt wurde.

"Was in Deutschland geht, muss auch in Österreich umzusetzen sein", so AK-Präsident Rudi Kaske in einer Aussendung am Donnerstag. Für die Mieter würde das eine ordentliche Entlastung bedeuten, vor allem für junge Wohnungssuchende: zwei Monatsmieten plus Betriebskosten plus Umsatzsteuer für unbefristete oder auf über drei Jahre befristete Mietverträge.

Die AK forderte den Justizminister erneut auf, Vorschläge zur Mietrechtsreform zu machen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne