Vorarlberger Projektentwickler Lacha & Partner insolvent

Bregenz/Hohenems (APA) - Die Vorarlberger Immobilienentwicklungsgesellschaft Lacha & Partner GmH mit Sitz in Hohenems ist insolvent. Über das Vermögen des Unternehmens wurde am Freitag das Konkursverfahren am Landesgericht Feldkirch eröffnet, informierte der Kreditschutzverband von 1870 in einer Aussendung. Die Passiva belaufen sich laut Schuldnerangaben auf 1,34 Mio. Euro, dem gegenüber stünden Aktiva von 65.000 Euro.

Die Lacha & Partner GmbH sanierte denkmalschutzgerecht zentrale Gebäude im Jüdischen Viertel Hohenems, darunter das Bürgerhaus "Elkan-Haus", weitere Wohngebäude und die ehemalige Synagoge. Die Firma entstand aus einem 1973 von Gerhard Lacha gegründeten Einzelunternehmen. 1996 erwarben Cornelia und Gerhard Lacha, die im Konkursantrag als 100 Prozent-Gesellschafterin und Geschäftsführer angegeben sind, das "Elkan-Haus". Für die Sanierung des Hauses erhielten sie 1997 den "Henry Ford European Conservation Award". Seither ist das Unternehmen auf die Entwicklung von Investorenmodellen, Vermittlung von Immobilienbeteiligungen und Projektentwicklung spezialisiert. Lacha & Partner zeichnet auch für die Revitalisierung der Hohenemser Marktstraße verantwortlich.

Auslöser für die Insolvenz ist laut Angaben des KSV ein fehlgeschlagenes Projekt im Bereich des historischen Rosenthal-Areals in Hohenems. Das rund 9.000 Quadratmeter große Areal befindet sich zentral direkt am Eingang zur Marktstraße und zum Jüdischen Viertel, darauf steht unter anderem die denkmalgeschützte Villa der jüdischen Familie Rosenthal. Im Dezember 2017 trat die Stadt Hohenems ihre Kaufoption an eine Investorengruppe ab.

Lacha & Partner habe mit der Investorengemeinschaft einen Vertrag über die Projektentwicklung ausgehandelt. Weil dieser letztlich nicht zustande kam, aber bereits erhebliche Kosten in das Projekt geflossen seien, kam es bei dem Unternehmen zu einem Liquiditätsengpass, der offenbar nicht mehr zu überbrücken war, so KSV-Niederlassungsleiter Armin Rupp. Zum Masseverwalter wurde der Bregenzer Rechtsanwalt Andreas Droop bestellt. Die erste Prüfungs- und Berichtstagsatzung wurde mit 4. Oktober festgelegt. Gläubigerforderungen können bis 20. September angemeldet werden.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen