Vor Milchquoten-Ende - Österreichs Bauern müssen Rekordstrafe zahlen

Vor dem Auslaufen der EU-Milchquote Ende März haben die heimischen Milchbauern im vergangenen Jahr noch einmal kräftig die Produktion erhöht. Wegen höherer Lieferungen als die Quote erlaubt müssen die österreichischen Bauern laut Prognose rund 45 Mio. Euro Strafe an die EU zahlen.

Zwischen 1. April 2014 und 31. Jänner 2015 lag die Anlieferungsmenge laut aktuellem AMA-Milchbarometer um 6,3 Prozent über der Quote. Daraus ergibt sich bei einer saldierten Überlieferung von 152.474 Tonnen eine Überschussabgabe in Höhe von 42,43 Mio. Euro.

Österreichs Milchbauern haben die Quote in den vergangenen Jahren überschritten und nahmen Strafzahlungen in Kauf, etwa 33,3 Mio. Euro (2011/12) und 28,45 Mio. Euro (2012/13). Die bisher höchste Strafe mussten die Bauern im Jahr 1998/99 mit 37,6 Mio. Euro zahlen.

Angesichts von "Milchseen" und "Butterbergen" führte die damalige Europäische Gemeinschaft (EG) vor 30 Jahren eine Milch-Quotenregelung ein, um das Überangebot an Milch- und Milchprodukten einzudämmen und den Marktpreis zu stabilisieren. Jeder Milchbauer erhielt eine einzelbetriebliche Quote, die Voraussetzung für die Lieferung bzw. Vermarktung waren. Nach dem Ende der Milchquote kann nun jeder Bauer so viel Milch produzieren, wie er will.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker