Vor EZB-Sitzung: 10-Jahresrenditen in Eurozone großteils gestiegen

Brüssel (APA) - Vor der Entscheidung der EZB über die umstrittenen Anleihenkäufe am Donnerstag sind am Mittwoch die Renditen für 10-Jahrespapiere in zahlreichen Staaten der Eurozone gestiegen. Griechenland steuert dabei neuerlich auf die 10-Prozent-Marke zu. Trotz der jüngsten Turbulenzen wegen der bevorstehenden Neuwahlen kommenden Sonntag waren die Renditen in der Vorwoche auf unter neun Prozent gefallen.

Klar nach oben entwickelten sich die Werte für Belgien, nachdem das Budgetdefizit des Landes für 2014 höher als erwartet ausfällt. Belgien war Ende der Vorwoche bei lediglich 0,586 Prozent gelegen, nun kletterte es sprunghaft auf 0,789 Prozent - allerdings immer noch ein durchaus günstiger Wert.

Dagegen konnte das derzeitige EU-Vorsitzland Lettland mit 1,197 Prozent eine deutliche Verbilligung einfahren. Zuletzt waren es 1,497 Prozent gewesen. Litauen wiederum musste einen Anstieg von 1,498 auf nunmehr 1,75 Prozent hinnehmen.

Die Renditen von Marktführer Deutschland stiegen auf 0,486 Prozent, Finnlands 10-Jahresanleihen notierten bei 0,502 Prozent, gefolgt von den Niederlanden (0,54 Prozent) und Österreich (0,566 Prozent). Dahinter kommt Frankreich (0,694 Prozent), das Belgien (0,789 Prozent) überholt hat, sowie Lettland (1,197 Prozent).

Irland weist 1,235 Prozent aus und hat sich geringfügig verbilligt. Es folgen Spanien (1,519 Prozent), Litauen (1,75 Prozent) und Italien (1,763 Prozent). Slowenien kommt auf 1,83 Prozent, Portugal auf 2,546 Prozent und Schlusslicht Griechenland auf 9,811 Prozent.

Keine Daten aus der Eurozone lagen aus Luxemburg, Malta, Zypern, Estland und der Slowakei vor.