Von Obstler bis Scotch: EU-Parlament für mehr Klarheit beim Schnaps

Brüssel (APA/dpa) - Das Europäische Parlament pocht auf exaktere Vorgaben für die Herstellung von Spirituosen wie Wodka und Obstler. Die Abgeordneten billigten am Donnerstag in Brüssel mit 593 zu 28 eine Reform der EU-Spirituosenverordnung. Sie regelt unter anderem die Kennzeichnung und die Herstellung hochprozentiger Alkoholgetränke.

Das Parlament muss sich jetzt in einem Vermittlungsverfahren aber noch mit den EU-Ländern einigen.

Nach dem Beschluss der Abgeordneten soll EU-weit einheitlich genau festgelegt werden, mit wie viel Zucker Schnäpse zur Abrundung des Geschmacks gesüßt werden dürfen: Obstbrand zum Beispiel mit maximal 20 Gramm Invertzucker.

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber sagte: "Das stärkt die heimische Produktion von hochwertigen Schnäpsen." Billige Obstbrände mit viel zugesetztem Zucker würden es so in der Zukunft schwer haben. Obstler soll ein Schnaps künftig nur noch heißen, wenn er aus Äpfeln, Birnen oder beiden hergestellt ist.

Die SPD-Europaabgeordnete Susanne Melior betonte: "Qualität braucht Regeln." Ein zentraler Punkt sei das neue Register für geschützte geografische Angaben. So müsse "Schwarzwälder Kirschwasser" eben aus dem Schwarzwald kommen oder "Scotch Whisky" aus Schottland.

Melior zufolge darf zudem Eierlikör künftig "auch offiziell" mit Milch und Obers verfeinert werden: "Bisher war das nicht der Fall, was zu der absurden Situation führte, dass etliche Produzenten ihren Eierlikör nicht so nennen durften."

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz