VW-Chef denkt über Zukäufe von Software-Firmen nach

Wolfsburg (APA/AFP) - Volkswagenchef Herbert Diess will die Autos seines Konzerns stärker vernetzen und Software-Updates ohne Werkstattbesuche ermöglichen. "Das ist für uns viel bedeutender als der Wechsel in der Antriebstechnik vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb", sagte der Chef des weltgrößten Autobauers dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe).

Allerdings sieht Diess sein Unternehmen in Sachen IT bisher nicht gut aufgestellt. "Wir brauchen hier einen extrem schnellen Kompetenzaufbau." Von 10.000 Entwicklern in Wolfsburg arbeiten laut Diess nur wenige Hundert im Softwarebereich. "Also müssen wir uns diese Fähigkeiten erschließen, auch durch Partnerschaften mit anderen Unternehmen", sagte der VW-Chef. Auch über den Zukauf von Software-Unternehmen denkt er nach. "Hier werden wir in den kommenden Monaten weitere Ergebnisse sehen."

Software-Updates nehmen derzeit große Kapazitäten beim VW-Konzern in Beschlag. Wegen des Skandals um manipulierte Abgassteuerung bei Dieselautos musste VW bereits 2,5 Millionen Autos in Deutschland zum Update in die Werkstatt holen. In den nächsten Monaten werde eine weitere Million dazukommen, sagte Diess. Er selbst beschäftige sich nach wie vor 30 Prozent seiner Arbeitszeit mit der Aufarbeitung der Dieselkrise.

Die Aufarbeitung binde allerdings auch Beschäftigte, die der Konzern dringend für die Umstellung auf den neuen Abgastest WLTP braucht. "Dieselben Leute, die die Dieselkrise abarbeiten müssen, müssen jetzt auch noch das WLTP-Programm bewältigen." Weil sie nicht hinterherkommen, muss der Konzern tausende noch nicht zugelassene Autos auf dem Hauptstadtflughafen BER zwischenparken und erwartet große Lieferschwierigkeiten dieses Jahr.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen