Volkswagen-Tochter Skoda droht in Tschechien Streik

Prag/Mlada Boleslav (APA/Reuters) - Bei der tschechischen Volkswagen-Tochter Skoda stehen die Zeichen auf Streik. Die Gewerkschaften wiesen nach eigenen Angaben ein Tarifangebot des Autoherstellers für seine heimischen Werke als unzureichend zurück. Es sei deshalb mit Vorbereitungen für längere Ausstände begonnen worden, erklärten die Gewerkschaften am Donnerstag. Ein Skoda-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Direktorium will am Montag über die Situation beraten. Skoda hat im vergangenen Jahr 1,2 Mio. Fahrzeuge verkauft - 6,6 Prozent mehr als 2016 und so viele wie noch nie zuvor. Die Skoda-Werke machten 2017 gut 60 Prozent der Fahrzeugproduktion in Tschechien aus. Dort sind Streiks selten.

Einzelheiten des Tarifangebots wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben der Gewerkschaften würde damit aber die tschechische Inflationsrate von etwas über zwei Prozent nur knapp ausgeglichen - vorausgesetzt, die Belegschaften stimmen einer Neuordnung der Arbeitsschichten zu. Die Gewerkschaften kritisierten diese Verknüpfung und bezeichneten das Angebot als "lächerlich". In Tschechien brummt die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Neben Skoda produzieren dort auch Toyota und Peugeot Citroen in einer gemeinsamen Fabrik sowie Hyundai Fahrzeuge. Skoda selbst betreibt noch Werke unter anderem in China, Indien und Russland.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

Newsticker

Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

Newsticker

Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

Newsticker

Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch