Volkswagen-Chef sucht Sozius für Ducati

Wolfsburg/Hamburg (APA/Reuters) - Volkswagen denkt über einen Partner für die Motorradmarke Ducati nach. Um dem seit 2012 zum Wolfsburger Konzern gehörenden Motorradhersteller Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, sei ein Plan nötig. "Da kann ich mir auch einen Zusammenschluss oder eine Partnerschaft mit anderen Marken vorstellen", sagte VW-Chef Herbert Diess in einem Interview des "Handelsblatts" (Mittwochausgabe).

Ducati einfach als Motorrad-Ikone im VW-Konzern zu haben, reiche unternehmerisch jedenfalls nicht aus. Mit den Motorrädern hätten die Autos wenig Synergien.

Diess hat die zwölf Marken des Wolfsburger Konzerns in sechs Geschäftsfelder gegliedert, um ihn flexibler zu machen. Dabei wurden die Pkw-Marken in den Segmenten Massenmarkt, Premium und Luxus gebündelt. Für Randbereiche wie Ducati, den Getriebehersteller Renk und die Maschinensparte MAN Diesel & Turbo sucht der Konzernchef eine Perspektive. Dabei hatte er vor den Aktionären im Mai auch eine mögliche Ausgliederung ins Spiel gebracht.

Diess deutete damit an, dass auch ein Verkauf oder ein Börsengang für diese Bereiche denkbar wäre. Gegen einen Verkauf stemmt sich jedoch der Betriebsrat. Diess' Vorgänger Matthias Müller hatte bereits versucht, Ducati zu verkaufen, hatte dafür aber die Eignerfamilien Porsche und Piech nicht gewinnen können. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte im Reuters-Interview unlängst allerdings deutlich gemacht, dass er sich gegen "intelligente Lösungen" für diese Bereiche nicht sperren wird.

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"