Volksbanken zwischen verhärteter Rebellenfront und Aufbruchsstimmung

Die Front zwischen den drei rebellischen Volksbanken - also die Verbund-neu- und fusionsunwilligen Volksbanken Almtal (OÖ), Gmünd in Kärnten und Westkärnten-Osttirol - und der Aufsicht bzw. Politik ist bisher unverändert verhärtet. Der Direktor der Volksbank Westkärnten-Osttirol verwies am Donnerstag auf Nachfrage auf weiterlaufende Gespräche, zu denen Stillschweigen vereinbart sei.

Die Zeichen stehen also derzeit weiter auf Sturm - während die Zeit immer mehr drängt, was auch der Lienzer Volksbanker im APA-Gespräch so sah. Kommende Woche steht jedenfalls die Hauptversammlung zur Spaltung (und Kapitalschnitt) des Noch-Spitzeninstituts ÖVAG an. Die entstehende Bad Bank Immigon nimmt ihre Arbeit - genau so wie der neue Volksbankenverbund mit der Volksbank Wien-Baden als Spitzeninstitut - mit Juli auf.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) wurde zuletzt, wie auch heute auf Anfrage, nicht müde zu warnen, dass es für verbleibende Volksbanken, die sich dem neuen Verbund verwehren, sehr schwierig werden würde, eine Bankkonzession zu halten. Alleine ein Risiko-Management aufzubauen, das den Anforderungen der Finanzmarktaufsicht genügt, ist eine Heidenarbeit - eine interne Revision ist damit nicht vergleichbar. Etwa hat die Volksbank Gmünd überhaupt nur eine einzige Filiale in Oberkärnten. Die Volksbank Westkärnten hat acht Filialen, die Volksbank Almtal (Scharnstein) vier.

Die Rebellen müssen erklären, wie sie gedenken, die Funktion einer Kernbank alleine zu erfüllen, die Voraussetzung für eine Bankkonzession ist. Weitere Knackpunkte sind unter anderen die Einlagensicherung und die Liquiditätssteuerung. Ihren Anteil an der insgesamt 300 Mio. Euro schweren Solidarhaftung als Teil der ÖVAG-Rettung müssen die drei Banken jedenfalls tragen.

"Für eine kleine Bank dürfte es sehr schwierig sein, alle regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Wir sind da sehr skeptisch, dass das möglich sein könnte", sagte FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller dieser Tage. Sein Vorstandskollege Helmut Ettl meinte, die abtrünnigen Banken müssten auf jeden Fall darstellen, wie sie gedenken, weiter zu arbeiten. "Bis jetzt haben wir keine zufriedenstellenden Antworten auf unserer Fragen bekommen."

Erst am Wochenanfang waren die rebellischen Volksbanker und weitere, die dem Verbund-neu mit Bauchweh zugestimmt hatten, zu Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) - dem ehemaligen ÖVAG-Aufsichtsratschef - zitiert worden. Auch danach hatte es keine Einigung gegeben. 98 Prozent der Volksbanken sind aber beim neuen Kreditverbund dabei. Unter diesen herrsche "Aufbruchsstimmung", was sich am gestrigen Verbandstag gezeigt habe, so Volksbanken-Verbandsanwalt Christian Pomper.

Wien (APA) - Der börsenotierte Caterer Do&Co verlängert die Kooperation mit der teilstaatlichen Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.). Die Zusammenarbeit wird über 15 Jahre im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft THY DO & CO kram Hizmetleri A. fortgesetzt - vorbehaltlich der Genehmigungen durch Unternehmensorgane und von Behörden "sowie einer zufriedenstellenden Vertragsdokumentation", so Do&Co Dienstagabend.
 

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Do&Co verlängert Kooperation mit Turkish Airlines um 15 Jahre

Maribor (APA) - Der österreichisch-slowenisch-kanadische Geschäftsmann Walter Wolf steht in Slowenien wegen Vorwürfen der Geldwäsche in Zusammenhang mit der Patria-Schmiergeldaffäre vor Gericht. Bei der Anklageverlesung vor dem Bezirksgericht in Maribor plädierte der 79-Jährige am Montag auf nicht schuldig, berichtete die Nachrichtenagentur STA.
 

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Patria-Affäre in Slowenien: Wolf wegen Geldwäsche vor Gericht

Innsbruck (APA) - Die Asfinag hat dementiert, dass die geplante temporäre Freigabe des Pannenstreifens auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Innsbruck West und Zirl vorerst auf Eis gelegt wird. Der Geschäftsführer für Tirol und Vorarlberg, Stefan Siegele, bezeichnete dies in einer Aussendung als "völlig falsch". Der "Kurier" hatte zuvor über ein Aus für die Pannenstreifen-Freigabe berichtet.
 

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Aus für Pannenstreifen-Freigabe in Tirol: Asfinag dementiert