Volksbanken in halb NÖ und im ganzen Burgenland fusionieren mit Wien

Die radikalen Fusionen bei den Volksbanken nehmen nun doch Gestalt an. Im Osten Österreichs ist die Volksbank Wien-Baden Angelpunkt. Sie nimmt nicht nur heuer zur Jahresmitte den Spitzeninstituts-Part der bis 2017 abzuwickelnden teilstaatlichen ÖVAG (Volksbanken AG) auf. Dazu kommen die regionalen Volksbanken im Osten und Süden Niederösterreichs - ebenso die Burgenländer.

Bis Ende 2016 steht dieser Zusammenschluss im Raum Wien-Ostregion an. Diese Bank wird - noch ohne Spitzeninstituts-Volumen - auf rund 5 Mrd. Euro Bilanzsumme kommen. Die Spitzeninstitutsvolumen dazugerechnet dürfte die Volksbank Wien-Baden auf die doppelte Summe kommen.

Die zukünftige Bank werde ein durchgängiges Marktgebiet "vom Weinviertel, Marchfeld, Wien, Industrieviertel und das gesamte Burgenland betreuen", hieß es am Dienstag in der Jahrespressekonferenz der Volksbank Niederösterreich Süd (Wiener Neustadt). Die Volksbank Niederösterreich Süd (Bilanzsumme: 426 Mio. Euro Ende 2014) ist Teil dieser neuen Gruppe.

Im Detail werden nach jetzigem Plan die Geschäftsbetriebe der derzeitigen Volksbanken Marchfeld, Obersdorf-Wolkersdorf, Weinviertel, Niederösterreich Süd und Ost sowie Südburgenland in die Volksbank Wien-Baden eingebracht.

Während einige Volksbanker vor allem im Westen Österreichs erst auf massiven behördlichen und staatlichen Druck ihre Skepsis gegen die Fusionswelle abgelegt haben, hat die Volksbank Niederösterreich Süd ihre Generalversammlungsbeschlüsse seit Ende des Vorjahrs in der Tasche. "Es sieht jeder die Notwendigkeit, wir haben eine Verpflichtung gegenüber dem Steuerzahler", beschreibt Vorstand Martin Heilinger gegenüber der APA das Umfeld des damaligen Votums. Für die Kunden vor Ort ändere sich nichts mit der Neuaufstellung.

In der Jahrespressekonferenz 2014 berichtete die Volksbank NÖ Süd (77 Beschäftigte/Vollzeit) heute einen Betriebsergebnisanstieg um 81 Prozent auf 4,7 Mio. Euro. Nach Kreditrisiko wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) mit 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 920.000 Euro) ausgewiesen. Unterm Strich steht mit rund 37.000 Euro ein Bilanzgewinn in annähernd minimaler Höhe wie im Vorjahr. 2014 sei der Rest der ÖVAG-Beteiligung abgewertet worden. Die Wiener Neustädter halten nur rund 1 Prozent an der ÖVAG, waren im Verhältnis zur eigenen Größe aber unter den regionalen Volksbanken, die am meisten abschreiben mussten. "Die Totalabwertung des Spitzeninstituts ÖVAG konnte problemlos verkraftet werden", heißt es in einer Mitteilung der Bank vom Dienstag.

In Niederösterreich wird es am Schluss dieser bundesländerweisen Fusionswelle noch eine zweite regionale größere Volksbank geben: Hier ist die "Zentrale" St. Pölten-Krems-Zwettl aufnehmende Bank: Auf sie werden die Geschäfte der Volksbanken Fels am Wagram, Alpenvorland, Donau-Weinland, Ötscherland, Tullnerfeld, Waldviertler Volksbank Horn, Enns-St. Valentin sowie Oberes Waldviertel fusioniert.

Morgen, Mittwoch, könnten in den Organen der Volksbank Wien-Baden erste Weichenstellungen erfolgen, wie das künftige Bankmanagement aussieht.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker