Volksbank Wien verdoppelte 2017 Gewinn - Fusionen abgeschlossen

Wien (APA) - Die Volksbank Wien konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 den Gewinn mehr als verdoppeln. Das Konzernergebnis stieg um 125 Prozent von 24 auf 54 Mio. Euro, teilte das größte österreichische Volksbanken-Institut am Dienstag nach der Hauptversammlung mit. Keinen Kommentar gab es zur medial kolportierten möglichen Bankpartnerschaft mit der Post AG.

Auf der heutigen HV sei eine mögliche Kooperation mit der Post AG kein Thema gewesen. "Es gab auch keine Frage dazu", so Volksbank Wien-Sprecher Wolfgang Layr auf APA-Anfrage.

Wie berichtet sucht die Post nach dem Ausstieg der BAWAG einen neuen Finanzdienstleistungspartner. In diesem Zusammenhang war in Medien auch die Rede davon, dass sich die Post mit 35 Prozent an der Volksbank Wien beteiligen könnte. "Wir haben die diversen Mediengerüchte der letzten Monate nicht kommentiert. Machen wir auch jetzt nicht", so Layr heute.

Die Bilanzsumme des Volksbank-Wien-Konzerns stieg per Ende 2017 leicht von 10,0 auf 10,6 Mrd. Euro. Das Kreditwachstum betrug 6,6 Prozent. Der Anteil notleidender Kredite (NPL-Quote) sank von 3,5 auf 2,5 Prozent. Die Kernkapitalquote erhöhte sich von 13,9 auf 15,4 Prozent.

Angetrieben wurde die Ergebnisverbesserung laut Aussendung von einer starken Kreditnachfrage, der positiven Entwicklung bei den Produktpartnern und der Fusion mit der Sparda-Bank Austria.

"Wir verzeichnen Zuwächse bei Unternehmens- sowie Wohnbaufinanzierungen und profitieren vom wachsenden Geschäft mit unseren Produktpartnern", so Generaldirektor Gerald Fleischmann, und verweist auf Hochstufungen durch die Ratingagenturen Moody's und Fitch.

Das Finanzierungsvolumen mit Firmenkunden stieg um 185 Mio. auf 1,8 Mrd. Euro. Es wurden 2.461 private Wohnbaukredite mit einem Gesamtvolumen von 440 Mio. Euro vergeben. 87 Prozent davon waren fix verzinst. Bewährt habe sich das "Shop-in-Shop"-Modell, die Kooperation mit Produktpartnern.

Das Provisionsergebnis aus dem Verkauf von Fonds und Wertpapieren der Union Investment stieg um 30 Prozent - Fondsprodukte im Wert von 270,6 Mio. Euro wurden abgesetzt. Das Provisionsergebnis bei Konsumkrediten der TeamBank stieg um 23 Prozent.

Einstimmig beschlossen wurde auf der heutigen HV die Zusammenführung mit der Waldviertler Volksbank Horn. Damit sei die Zielstruktur des Volksbanken-Verbunds erreicht, heißt es.

Die Volksbank Wien ist mit rund 1.540 Mitarbeitern und 73 Standorten in den Regionen Wien, Burgenland, Weinviertel und Industrieviertel sowie der Marke Sparda-Bank die Größte der österreichischen Volksbanken. Neben dem eigenen Retailgeschäft erfüllt die Volksbank Wien AG seit Juli 2015 als Zentralorganisation auch übergeordnete Aufgaben für den Volksbanken-Verbund.

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz