Voest und ThyssenKrupp nehmen an Stahlgipfel in Russland teil

Linz/Essen (APA/Reuters) - Vertreter von ThyssenKrupp und des deutschen Branchenverbands Wirtschaftsvereinigung Stahl wollen sich an der Jahrestagung des Weltstahlverbands in Moskau beteiligen. Auch Voestalpine-Chef Wolfgang Eder wird nach Russland reisen. Er soll dort zum Präsidenten des Weltstahlverbands gekürt werden.

Zuletzt hatte es wegen des Ukraine-Konflikts Debatten um Besuche von westlichen Spitzenmanagern bei einer Wirtschaftskonferenz in St. Petersburg gegeben, an der auch der russische Präsident Wladimir Putin teilgenommen hatte.

Der Weltstahlverband sei eine unabhängige Organisation, sagte ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger am Dienstag in Essen. ThyssenKrupp habe keine Bedenken, an der Konferenz teilzunehmen. Es sei aber noch nicht klar, welche Manager der Konzern zu dem Treffen im Oktober nach Moskau entsenden werde.

Bei der Voest hieß es am Dienstagabend auf APA-Anfrage, dass nach wie vor geplant sei, dass Konzernchef Eder bei der Tagung am 6. und 7. Oktober zum Präsidenten des Weltstahlverbands gekürt werde.

Auch der Präsident der deutschen Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, will einer Sprecherin zufolge zu dem Treffen nach Moskau reisen, zu dem der Präsident des russischen Stahlriesen Severstal, Alexej Mordaschow, eingeladen hatte. Vertreter des deutschen Stahlkochers Salzgitter fahren indes einer Sprecherin zufolge nicht zu der Konferenz. Zu Gründen wollte sie sich nicht äußern.

Der Weltstahlverband ist eine internationale Branchenorganisation mit Hauptsitz in Brüssel und einem weiteren Sitz in Peking. Mitglieder sind rund 170 Stahlproduzenten, nationale und regionale Stahlvereinigungen sowie einschlägige Forschungsinstitute. Der Verband vertritt insgesamt rund 85 Prozent der weltweiten Stahlproduktion. Seine letzte Jahrestagung hatte er im brasilianischen Sao Paulo abgehalten.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Commerzbank verfolgt ihre Pläne für eine europäische Onlinebank nicht weiter. "Wir haben inzwischen entschieden, das Projekt Copernicus nicht fortzuführen", sagte Privatkundenchef Michael Mandel in einem im Intranet der Commerzbank veröffentlichten Interview, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.
 

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