Vögele-Insolvenz - Gehälter könnten in 6-8 Wochen gezahlt werden

Wien/Pfäffikon (APA) - Die Mitarbeiter der insolventen Modekette Charles Vögele könnten laut Insolvenzentgeltfonds (IEF) in sechs bis acht Wochen mit ihren Gehältern rechnen. Der IEF will die einzelnen Ansprüche so schnell wie möglich abwickeln, der genaue Zeitraum sei aber derzeit noch ungewiss, sagte eine IEF-Sprecherin heute, Mittwoch, zur APA.

Vor allem die Mitarbeiter, die derzeit auf ihre Juligehälter und Urlaubsgelder warten, brauchen bald Klarheit. In nächster Zeit sollen die Beschäftigten in bundesweiten Belegschaftsversammlungen über die nächsten Schritte informiert werden.

Rund 700 Beschäftigte sind hierzulande von der Insolvenz betroffen. Die ausstehenden Gehälter können sie nun vom IEF bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Forderungen bei Gericht angemeldet und bei der IEF-Service GmbH (Insolvenzentgeltfonds ) beantragt werden. "Budgetär ist vorgesorgt", versicherte IEF-Geschäftsführer Richard Fuchsbichler bereits am Dienstagnachmittag gegenüber der APA. "Wir sind vorbereitet."

Beim IEF prüft man derzeit die "Eckdaten" und betont noch einmal, dass die einzelnen Ansprüche so schnell wie möglich abgewickelt werden.

Laut Arbeiterkammer ändert sich derzeit für die Vögele-Belegschaft noch nicht viel. Die Dienstverträge blieben noch aufrecht, die Beschäftigten müssten weiterhin ihre Arbeitspflichten erfüllen, so die AK heute in einer Aussendung. Auch warnen AK-Experten vor überstürzten Kündigungen, da so Ansprüche verloren gehen könnten. Man setze aber alles daran, den Beschäftigten so schnell wie möglich ihr Geld zukommen zu lassen.

In nächster Zeit werden Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Betriebsrat bundesweite Belegschaftsversammlungen für die Beschäftigten abhalten. In Absprache mit dem Masseverwalter und dem Betriebsrat erstelle man derzeit Zeitpläne, wann die Versammlungen in den Filialen stattfinden sollen, hieß es heute seitens der Arbeiterkammer. Die Beschäftigten sollen dort über ihre Rechte und Pflichten und die weiteren Schritte aufgeklärt werden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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