VKI: Private Pflegeversicherung teuer, zum Vermögenserhalt sinnvoll

Wien (APA) - Die private Pflegeversicherung wird in Österreich relativ wenig genutzt. Sie sei kostspielig, eine private Absicherung sei dann sinnvoll, wenn eigenes Vermögen erhalten werden soll, heißt es in der jüngsten Ausgabe des "Konsument". Wer sich für eine private Pflegeversicherung interessiere, sollte unbedingt Versicherungsexperten zu Rate ziehen.

Ein Vergleich auf eigene Faust sei aufgrund der vielen unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten fast nicht machbar, heißt es im Testmagazin des Verein für Konsumenteninformation (VKI) zur privaten Pflegeversicherung.

Werde jemand pflegebedürftig, müssten die Aufwendungen von Einkommen und Vermögen bezahlt werden. Wolle man Vermögen und Liegenschaften für die Erben erhalten, müssten diese vor der Pflegebedürftigkeit weitergeschenkt werden oder mittels privater Pflegeversicherung dafür sorgen, dass diese im Fall der Pflegebedürftigkeit nicht gänzlich für Pflegeleistungen verwendet werden müssen. Allerdings sei auch mit einer privaten Pflegeversicherung nicht gewährleistet, dass das eigene Hab und Gut unangetastet bleibe, denn diese würden Leistungen üblicherweise erst ab Pflegestufe 3 auszahlen.

"Vielleicht liegt die generelle Zurückhaltung auch daran, dass Pflegeversicherungen sehr teuer sind", heißt es im "Konsument". Ein Einstieg in jüngeren Jahren mit einer monatlichen Prämie von rund 24 bis 41 Euro für eine spätere Unterstützungsleistung von rund 440 bis 700 Euro in der (staatlichen) Pflegestufe 3 sei noch vergleichsweise günstig. Ein 55-Jähriger müsse dafür schon zwischen 60 und 99 Euro im Monat zahlen.

Viele Tarife sähen vor, dass erst ab Pflegestufe 3 oder 4 geleistet werde. Es könne aber vereinbart werden, dass schon ab Pflegestufe 1 oder 2 mit deutlich höheren Prämien geleistet werde. Man könne auch ab Pflegestufe 5 mit eine niedrigeren Prämie vereinbaren. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen in Österreich falle in die Pflegestufen 1 und 2.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro