VKI rät bei Griechenland-Reisen: Genügend Bargeld mitnehmen

Die Diskussionen um einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion schüren Ängste bei Urlaubern. Um sich vor eventuellen Problemen im Zahlungsverkehr zu schützen, rät der Verein für Konsumenteninformation (VKI) dazu, genügend Bargeld mit sich zu führen. Bei einer Währungsumstellung könnte es nämlich sein, dass Banken längere Zeit geschlossen haben und Bankomaten nicht befüllt werden.

Das Bezahlen mit Kreditkarte sollte zwar weiterhin möglich sein, man müsste aber bei Umrechnungen aufpassen. "Wenn der Zimmerpreis in Euro vereinbart war und man nun in der neuen Währung zahlt, muss man aufpassen, wie umgerechnet wird. Bei Zahlung in der Landeswährung muss man dann nochmals aufpassen, wie auf der Kreditkartenrechnung wieder in Euro umgerechnet wurde", so der VKI am Mittwoch in einer Aussendung.

Grundsätzlich sind Pauschalreisende, die ihren Urlaub in einem Reisebüro gebucht haben, besser dran als Individualtouristen. Im Falle einer Pleite des Hotels oder der Fluglinie bekommen Pauschaltouristen den Reisepreis zurück. Individualreisende verlieren hingegen die vorausbezahlten Gelder. Zwar hat man die Möglichkeit, an einem Konkursverfahren teilzunehmen und Geld aus der Masse zu bekommen, doch in der Regel zahlt sich das nicht aus.

Sagt der Reiseveranstalter die Reise ab, hat der Tourist Anspruch auf eine gleichwertige Ersatzreise. Eine Änderung des Wechselkurses würde zu Preisänderungen berechtigen, wenn es im Pauschalreisevertrag vereinbart ist, so der VKI. Würde Griechenland die Eurozone verlassen und die Drachme wieder einführen, dürfte der Wert der Drachme sinken und sich die Preise daher reduzieren. "Eine Preissteigerung scheint uns nicht argumentierbar", sagt der VKI.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker