VKI rät bei Griechenland-Reisen: Genügend Bargeld mitnehmen

Die Diskussionen um einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion schüren Ängste bei Urlaubern. Um sich vor eventuellen Problemen im Zahlungsverkehr zu schützen, rät der Verein für Konsumenteninformation (VKI) dazu, genügend Bargeld mit sich zu führen. Bei einer Währungsumstellung könnte es nämlich sein, dass Banken längere Zeit geschlossen haben und Bankomaten nicht befüllt werden.

Das Bezahlen mit Kreditkarte sollte zwar weiterhin möglich sein, man müsste aber bei Umrechnungen aufpassen. "Wenn der Zimmerpreis in Euro vereinbart war und man nun in der neuen Währung zahlt, muss man aufpassen, wie umgerechnet wird. Bei Zahlung in der Landeswährung muss man dann nochmals aufpassen, wie auf der Kreditkartenrechnung wieder in Euro umgerechnet wurde", so der VKI am Mittwoch in einer Aussendung.

Grundsätzlich sind Pauschalreisende, die ihren Urlaub in einem Reisebüro gebucht haben, besser dran als Individualtouristen. Im Falle einer Pleite des Hotels oder der Fluglinie bekommen Pauschaltouristen den Reisepreis zurück. Individualreisende verlieren hingegen die vorausbezahlten Gelder. Zwar hat man die Möglichkeit, an einem Konkursverfahren teilzunehmen und Geld aus der Masse zu bekommen, doch in der Regel zahlt sich das nicht aus.

Sagt der Reiseveranstalter die Reise ab, hat der Tourist Anspruch auf eine gleichwertige Ersatzreise. Eine Änderung des Wechselkurses würde zu Preisänderungen berechtigen, wenn es im Pauschalreisevertrag vereinbart ist, so der VKI. Würde Griechenland die Eurozone verlassen und die Drachme wieder einführen, dürfte der Wert der Drachme sinken und sich die Preise daher reduzieren. "Eine Preissteigerung scheint uns nicht argumentierbar", sagt der VKI.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab