VKB-Bank 2014 mit mehr Jahresüberschuss und bald mit neuem Vorstand

Linz - Die oberösterreichische VKB-Bank hat 2014 ihren Jahresüberschuss um 3 Prozent auf 6,4 Mio. Euro gesteigert. Der nach dem Bergunfall des früheren Generaldirektors Albert Wagner vakante dritte Vorstandsposten dürfte demnächst besetzt werden, wie der neue Bankchef Christoph Wurm in einer Pressekonferenz am Montag berichtete.

60 Kandidaten haben sich beworben, sechs seien in der engeren Auswahl, erklärte Wurm. Der "neue Vorstand oder die neue Vorständin" werde in den kommenden Wochen präsentiert. Wagner sei seit einigen Tagen auf Reha in Wilhering. Zu seinem Zustand ist aber nicht viel bekannt. Es habe bisher kein persönliches Gespräch mit Vertretern der Bank gegeben, so Wurm, die Informationen würden über die Familie laufen.

Mit dem Geschäftsjahr 2014 ist Wagners Nachfolger gemessen an den Rahmenbedingungen - schwache Konjunktur im Euroraum und Verfestigung der Niedrigzinsphase - zufrieden, das Geschäftsvolumen sei stabil gewesen. Das Betriebsergebnis wuchs um 5,4 Prozent auf 18,7 Mio. Euro und das EGT um 4,6 Prozent auf 10,8 Mio. Euro. Die bei der VKB-Bank traditionell starke Kernkapitalquote liege - erstmals nach Basel III gerechnet - bei 15,7 Prozent. Vom Heta-Moratorium sei man nicht unmittelbar betroffen. "Wir haben keine Anleihen gezeichnet."

Die Primärausleihungen lagen bei 2,22 Mrd. Euro (minus 1,4 Prozent), die Primäreinlagen bei 2,23 Mrd. (minus 0,5 Prozent). Auch wenn die Sparquote zuletzt leicht zurückgegangen sei, bleibe Sparen und Anlegen als Vorsorge bedeutsam, so Wurm. Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten sei 2014 durch die niedrigen Zinsen gestiegen, auch wenn er der Ansicht sei, dass der Höhepunkt bereits überschritten sei. Das Kreditvolumen sei konjunkturbedingt leicht gesunken. Dass Firmen sich beschweren, keine Kredite zu bekommen, sei für ihn "nicht nachvollziehbar".

2014 hatte die VKB 340.000 Euro an Bankenabgabe zu zahlen, 2013 waren es knapp unter 90.000 Euro. Wurm plädierte dafür, die Bankanabgabe - "eine sehr ungewöhnliche, österreichische Belastung" - auf die Dotierung des Abwicklungsfonds oder die Einlagensicherung anzurechnen. Die Umstellung der Einlagensicherung auf einen Fonds wertete er als "wichtiges Symbol für die nachhaltige Zusammenarbeit der europäischen Banken".

Die Zahl der Filialen ging 2014 von 37 auf 35 zurück, Haid wurde mit Traun, Schwertberg mit Perg fusioniert. Weitere Reduktionen seien nicht geplant, können aber auch nicht ausgeschlossen werden, erklärte Wurm. Gleiches gelte für Neueröffnungen. Der Bankplatz Wien sei aktuell kein Thema.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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