Vizechef der Bank of England will Zinserhöhung ruhig angehen

London (APA/Reuters) - Der Vizechef der britischen Notenbank will bei einer Zinserhöhung nichts überstürzen. Es gebe weiterhin Argumente dafür, es bei der geldpolitischen Straffung ruhig angehen zu lassen, sagte der für Finanzstabilität zuständige Währungshüter Jon Cunliffe am Freitag im englischen Kendal.

Er begründete dies unter anderem damit, dass es bis jetzt nur in begrenztem Umfang Hinweise darauf gebe, dass die Löhne so stark stiegen wie von der Zentralbank prognostiziert. Notenbankchef Mark Carney hatte jüngst gesagt, Wirtschaftsdaten erfüllten ihn mit "größerer Zuversicht" und hatte damit Spekulationen auf eine Erhöhung im August neue Nahrung gegeben.

Die Bank of England (BoE) beließ den Leitzins im Juni zwar bei 0,5 Prozent. Doch drei der neun Führungsmitglieder votierten für eine Anhebung - darunter der einflussreiche Chefvolkswirt Andy Haldane. An den Märkten wird daher spekuliert, dass es im nächsten Monat zu einer Straffung kommen könnte. Cunliffe hatte gegen die jüngste Zinserhöhung der BoE im November gestimmt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker