Vizechef der Bank of England will Zinserhöhung ruhig angehen

London (APA/Reuters) - Der Vizechef der britischen Notenbank will bei einer Zinserhöhung nichts überstürzen. Es gebe weiterhin Argumente dafür, es bei der geldpolitischen Straffung ruhig angehen zu lassen, sagte der für Finanzstabilität zuständige Währungshüter Jon Cunliffe am Freitag im englischen Kendal.

Er begründete dies unter anderem damit, dass es bis jetzt nur in begrenztem Umfang Hinweise darauf gebe, dass die Löhne so stark stiegen wie von der Zentralbank prognostiziert. Notenbankchef Mark Carney hatte jüngst gesagt, Wirtschaftsdaten erfüllten ihn mit "größerer Zuversicht" und hatte damit Spekulationen auf eine Erhöhung im August neue Nahrung gegeben.

Die Bank of England (BoE) beließ den Leitzins im Juni zwar bei 0,5 Prozent. Doch drei der neun Führungsmitglieder votierten für eine Anhebung - darunter der einflussreiche Chefvolkswirt Andy Haldane. An den Märkten wird daher spekuliert, dass es im nächsten Monat zu einer Straffung kommen könnte. Cunliffe hatte gegen die jüngste Zinserhöhung der BoE im November gestimmt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht