Vivendi kehrt als Akteur auf Europas Telekom-Bühne zurück

Paris/Madrid/Mailand - Der französische Medienkonzern Vivendi kehrt als wichtiger Akteur auf die Bühne der europäischen Telekombranche zurück. Die Franzosen erhöhten ihren Anteil an Telecom Italia auf 14,9 Prozent von zuvor rund acht Prozent und sicherten sich damit stärkeren Einfluss auf das Unternehmen.

Zudem lösten sie die spanische O2-Mutter Telefonica als größten Anteilseigner ab. Eine weitere Aufstockung schloss Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine nicht aus. "Das wird die Zeit zeigen, man sollte niemals nie sagen", sagte er der Zeitung "Corriere della Sera" vom Donnerstag.

Das Geschäft ist ein Umschwung bei der Strategie von Vivendi. Der Konzern hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf sein Mediengeschäft konzentriert und sich von Beteiligungen in den Bereichen Telekommunikation sowie Videospiele im Wert von nahezu 36 Mrd. Euro getrennt. Italien biete erhebliche Wachstumsaussichten, vor allem beim Aufbau eines schnellen Breitband-Netzwerks, erläuterte de Puyfontaine. Vivendis Engagement in dem Nachbarland sei langfristig ausgerichtet.

Als mächtigster Anteilseigner könnte Vivendi nun auch in den eingeschlagenen Kurs bei Telecom Italia eingreifen. Auf die Frage, ob der Konzern einen Ausstieg der Italiener aus dem brasilianischen Mobilfunkmarkt forcieren würde, sagte de Puyfontaine, man müsse offen und sehr flexibel sein. Zugleich wies er darauf hin, dass Vivendi sich von seiner Brasilien-Beteiligung getrennt habe, um in Italien zu investieren. Die Franzosen erhielten ihr Telecom-Italia-Paket um Zuge des Verkaufs der Tochter GVT in Brasilien an Telefonica. Telecom Italias Präsident Guiseppe Recchi hatte zuletzt gesagt, das Unternehmen wolle in Brasilien bleiben. Das südamerikanische Land steuert rund ein Drittel des Umsatzes bei.

Klagenfurt (APA) - Im Hypo-Prozess zu den Fällen "Hilltop" und "Blok 67" sind am Donnerstag Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Zeugen aus Liechtenstein befragt worden. So erzählte ein Liechtensteinischer Anwalt, dass er die "Hilltop" ins Leben gerufen und die Hypo nichts mit dieser Gründung zu tun gehabt habe. Die Aufsichtsratsmitglieder bezeichneten die damaligen Entscheidungen als plausibel.
 

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Hypo-Prozess - "Hilltop" als "Reservegesellschaft" in Liechtenstein

Bad Gastein (APA) - Nach der Übernahme von drei Gebäuden aus der Belle Epoque im Zentrum des Kurortes Bad Gastein durch das Land Salzburg sind nun dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen erfolgt, um die desolaten Häuser vor eindringender Nässe zu schützen. Mit Ausnahme von kleineren Arbeiten seien die Objekte "soweit fit für den kommenden Winter", erklärte am Donnerstag Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).
 

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Bad Gastein: Drei Belle-Epoque-Häuser wurden "winterfit" saniert

Berlin (APA/Reuters) - Das deutsche Finanzministerium lehnt die Idee der EU-Kommission für eine neue Form von Staatsanleihen-Verbriefungen ab. "European Safe Bonds (ESB) führen in die falsche Richtung und können Finanzrisiken sogar verstärken", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag des Ministeriums-Chefökonomen Ludger Schuknecht und des Leiters der Abteilung für Finanzmarktpolitik, Levin Holle.
 

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Deutsches Finanzministerium gegen "Eurobond"-Verbriefungen