VIG steigerte im Halbjahr Vorsteuergewinn und Prämieneinnahmen

Wien (APA) - Die börsennotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Halbjahr den Gewinn vor Steuern (EGT) trotz einer Abschreibung in Rumänien um 5,5 Prozent auf 232,7 Mio. Euro erhöht. Die Prämieneinnahmen stiegen um 3,6 Prozent auf 5,15 Mrd. Euro, teilte die VIG am Dienstag mit. Der Ausblick für 2018 wurde bekräftigt.

Die Combined Ratio - Schäden und Kosten im Verhältnis zu den Prämieneinnahmen - nach Rückversicherung (ohne Berücksichtigung von Veranlagungserträgen) verbesserte sich auf 96,3 Prozent, nach 96,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Gewinnanstieg habe vor allem aus der verbesserten Combined Ratio und der positiven Entwicklung des Finanzergebnisses resultiert, so die VIG. Zur deutlichen Ergebnisverbesserung hätten vor allem Tschechien, Ungarn und Serbien beigetragen. "In Rumänien haben die aktuelle Marktentwicklung und die derzeit politisch angespannte Lage das Management zu einer Überprüfung der Plandaten für die künftigen Entwicklungen veranlasst." Auf Grund der bekannt konservativen Bewertungspraxis habe man eine Firmenwertabschreibung der rumänischen Gesellschaften von rund 50 Mio. Euro vorgenommen. Insgesamt bleibe die operative Ertragsstärke des Konzerns weiterhin auf einem hervorragenden Niveau.

Das Periodenergebnis stieg um 0,8 Prozent auf 173,7 Mio. Euro. Das Konzernergebnis sank um 6,8 Prozent auf 136,6 Mio. Euro. Die Kapitalanlagen einschließlich der liquiden Mittel lagen zum 30. Juni 2018 bei 37,4 Mrd. Euro und damit auf gleichem Niveau wie Ende 2017.

Die Ziele wurden heute bekräftigt. "Die Ergebnisse zum Halbjahr 2018 stimmen uns für den weiteren Geschäftsverlauf des Jahres sehr zuversichtlich", so Konzernchefin Elisabeth Stadler laut Pressemitteilung. Untermauert werde die Zuversicht mit dem weiter deutlich höheren Wirtschaftswachstum in der CEE-Region im Vergleich zu den alten EU-15-Staaten, womit verbesserter Lebensstandard einhergehend mit gesteigertem Absicherungsbedürfnis begünstigt wird. "Wir erwarten somit für das Gesamtjahr 2018 ein Prämienvolumen von 9,5 Mrd. Euro und ein Ergebnis (vor Steuern) im Rahmen von 450 bis 470 Mio. Euro."

Mit der Forcierung des Bankenvertriebs sei man auf Kurs, so die VIG. So sei unter anderem der Kooperationsvertrag mit der Erste Group bis 2033 verlängert worden. Planmäßig unterwegs sei man auch bei der Umsetzung der Fusionen der Bankenversicherungstöchter mit den lokalen Allspartenversicherern.. In Österreich wurde Mitte Juni 2018 wurde der Verschmelzungsvertrag zwischen der Sparkassen Versicherung und der Wiener Städtischen unterzeichnet, nun muss noch die Aufsichtsbehörde zustimmen. "Wir gehen davon aus, dass die Fusion im Herbst 2018 realisiert werden kann. Bis Ende 2018 soll auch die letzte Fusion in der Tschechischen Republik eingeleitet bzw. vollzogen werden", so Stadler.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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