VIG nach drei Quartalen mit mehr Gewinn und Prämieneinnahmen

Wien - Die börsennotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat in den ersten drei Quartalen den Gewinn und die Prämieneinnahmen gesteigert. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um 9,9 Prozent auf 331,2 Mio. Euro, teilte der Versicherungskonzern am Mittwoch mit. Die CEE-Märkte hätten mehr als 60 Prozent zum Vorsteuergewinn beigetragen. Die verrechneten Konzernprämien legten um 2,7 Prozent auf 7,15 Mrd. Euro zu.

Auch für das vierte Quartal erwarte die VIG trotz der Einflüsse der Naturkatastrophen "eine weiter positive Entwicklung, ähnlich dem bisherigen Verlauf für 2017. Wir werden somit, nach heutigem Stand, unser bereits sehr gutes Ergebnis von 2016 deutlich steigern können", so Konzernchefin Elisabeth Stadler laut Mitteilung.

Wie sich das Sturmtief "Herwart" von Ende Oktober auf die Ergebnisse auswirken werde, stehe aufgrund ausstehender Schadensmeldungen noch nicht endgültig fest. "Wir rechnen mit Schäden in einer Größenordnung von 40 bis 45 Mio. Euro brutto. Von dem Sturm waren primär unsere Gesellschaften in der Tschechischen Republik, in Österreich sowie in Polen betroffen", so Stadler.

Der Anstieg des Vorsteuergewinns um rund 10 Prozent sei vor allem auf die verbesserte Combined Ratio (Schäden und Kosten gemessen an den Einnahmen) und auch auf die gute Entwicklung des Finanzergebnisses zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung weiter. Durch die Steigerung der Ertragskraft in der Sachversicherung hätten die Einflüsse des Niedrigzinsumfeldes kompensiert werden können. Die Combined Ratio (netto) verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte von 97,9 auf 97,3 Prozent. Dazu beigetragen hätten vor allem Österreich, Polen, Serbien und das Baltikum.

Signifikante Gewinnsteigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es in den ersten neun Monaten in Polen, Ungarn sowie im Segment Sonstige CEE vor allem in Serbien. Vor allem in Polen und Ungarn seien Verbesserungen in der Kfz-Haftpflichtversicherung und in Rumänien in der Kfz-Kaskoversicherung sowie nachhaltig gesetzte Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität für das Gewinnplus ausschlaggebend.

Bei den verrechneten Konzernprämien wurden außer bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung, wo die VIG weiterhin eine bewusst vorsichtige Zeichnungspolitik verfolge, Zuwächse verzeichnet. Ohne Berücksichtigung der Einmalerläge liege das Prämienwachstum bei 5,6 Prozent.

Die Solvenzquote per 30. September 2017 auf Ebene der börsennotierten VIG stieg leicht auf 224,8 Prozent (Halbjahr: 224,5 Prozent). Das Finanzergebnis verbesserte sich um 4,1 Prozent auf 732 Mio. Euro, vor allem wegen höherer laufender Erträge aufgrund der Einbeziehung der Gemeinnützigen Gesellschaften als vollkonsolidierte Unternehmen sowie höherer realisierter Gewinne aus dem Verkauf von Aktien.

Die Kapitalanlagen des Konzerns einschließlich der liquiden Mittel per 30. September 2017 stiegen aufgrund erhöhter Investitionstätigkeiten auf 37,2 Mrd. Euro, nach 36,2 Mrd. Euro per Jahresende 2016.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne