VIG hält bisherige Heta-Abwertungen für ausreichend

Der Generaldirektor der Vienna Insurance Group, Peter Hagen, hält die bisherigen Abwertungen, die die VIG auf die von ihr gehaltenen Anleihen der früheren Kärntner Hypo (jetzt Heta) vorgenommen hat, für "hinreichend". Wäre man nicht dieser Meinung gewesen, hätte man auch im zweiten Quartal noch weitere Abschreibungen vorgenommen, meinte Hagen am Dienstag.

Die nachrangigen Heta-Bonds hatte die VIG schon 2014 auf Null abgewertet - die mit Kärntner Landeshaftung ausgestatteten vorrangigen, die seit März mit Auszahlungsverbot der Finanzmarktaufsicht (FMA) belegt sind, zur Hälfte. Da nun "Lex Spindelegger" und "Lex Schelling" gemeinsam zu betrachten seien, habe man im Schnitt ohnedies zu 75 Prozent abgeschrieben, "wir gehen davon aus, dass das hinreichend ist", so Hagen, der die VIG-Rechtsauffassung durch die Entscheidung des Verfassungsgerichts (VfGH) von Ende Juli bestätigt sieht. Damals hatte das Höchstgericht das Hypo-Sondergesetz (Hypo-Sanierungsgesetz HaaSanG) von August 2014 gekippt.

Trotz Bestätigung der Rechtsansicht könne "der tatsächliche zukünftige Wert der von VIG-Töchtern gehaltenen Hypo-Anleihen jedoch derzeit noch nicht quantifiziert werden", heißt es dazu im VIG-Halbjahresbericht.

Die Abschreibungen auf Hypo/Heta-Anleihen haben die VIG (bisher) 79 Mio. Euro gekostet. Einerseits "sitzt" die VIG auf nachrangigen Hypo-Anleihen im Volumen von 55 Mio. Euro, die wurden bis Mitte 2014 zur Hälfte und dann bis Jahresende komplett abgeschrieben. Zudem hält die VIG vorrangige Senior Bonds der Kärntner Problembank über 50 Mio. Euro, die zur Hälfte abgewertet sind.

Insgesamt betraf der vom VfGH per sofort aufgehobene Hypo-Schuldenschnitt des HaaSanG aus dem Jahr 2014 für alle Gläubiger zusammengezählt Anleihen bzw. Darlehen im Ausmaß von 890 Mio. Euro.

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