VIG-Chef ortet "CEE 2.0", Konzern will weiter Wohnraum finanzieren

Für Vienna-Insurance-Chef Peter Hagen ist Mittel- und Osteuropa nach wie vor ein zentraler Markt, er sieht für die Region eine Art "CEE 2.0", die Goldgräberzeit sei aber vorbei. Die Wohnraumfinanzierung durch Versicherungen könnte durch die neuen Eigenkapitalregeln gefährdet sein, die VIG will sie mit einem eigenen Modell weiterführen.

Die klassische Lebensversicherung wird auch im Niedrigzinsumfeld im Konzern weiter angeboten.

Die Versicherungswirtschaft sei ein sehr großer Finanzierer des Wohnbaus, das würde mit den neuen standardisierten Modellen ausfallen, sagte Hagen am Donnerstag im Klub der Wirtschaftspublizisten. Durch die neuen Eigenkapitalregen für Versicherungen (Solvency II) müssen Liegenschaften künftig im sogenannten Standard-Modell mit 25 Prozent Kapital unterlegt werden. Die Unternehmen können aber im Rahmen der Regelungen auch eigene "interne Modelle" wählen, die von der jeweiligen Aufsicht genehmigt werden müssen.

Die VIG hat nun als einziger großer heimischer Versicherer ein solches bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) eingereicht, das den heimischen Immobilienmarkt berücksichtigt, und hofft nun auf Genehmigung bis Jahresende. Sollte die Genehmigung nicht erfolgen, "müssen wir uns etwas anderes überlegen", sagte Hagen. Betroffen wären künftige Projekte ab 2016. Das Modell könnte möglicherweise nicht genauso genehmigt werden wie eingereicht. Eine komplette Ablehnung würde den VIG-Chef aber wundern.

Die Wohnbaufinanzierung der VIG liege in Österreich insgesamt im Bestand bei ein paar Milliarden Euro. Die gesamten Liegenschaften zu Buchwerten lägen im Konzern bei 4 bis 5 Mrd. Euro.

Die klassische Lebensversicherung mit Garantiezins werde die VIG weiter anbieten. Es handle sich um ein Produkt, das man ohne Not nicht aufgebe. Wichtig sei die Kongruenz bei den Laufzeiten zwischen Aktiva und Passiva. Zuwächse gebe es heuer nach wie vor in der Lebensversicherung gegen laufende Prämie, Rückgänge dagegen bei den Einmalerlägen.

Hagen verweis auf die guten Wachstumsraten der CEE-Region und auf das Marktpotenzial in der Region. Die Versicherungsbranche sei anders als die Banken. Auch in kleineren Märkten arbeite die VIG positiv. Gut entwickle sich beispielsweise auch die Ukraine mit zweistelligen Zuwächsen. Zugekauft hat die VIG im Baltikum, man schaue sich weiter Sachen an, die man zukaufen könnte.

In Sachen Hypo/Heta hat die Vienna Insurance Group (VIG) das Exposure von insgesamt 100 Mio. Euro zu 75 Prozent wertberichtigt. Einem Gläubiger-Konsortium hat man sich nicht angeschlossen.

Wien (APA) - Kapsch TrafficCom hat in den USA die Firma eTrans Systems übernommen. Das ist zwar nur ein kleines Unternehmen mit fünf Mitarbeitern, hat aber viel Know-how im Bereich vernetzter und autonomer Fahrzeuge. Die Lösungen von eTrans seien "Grundlage für ein breites Spektrum an Sicherheits- und Mobilitätsanwendungen", teilte Kapsch am Montag in einer Aussendung mit.
 

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Kapsch TrafficCom kauft in den USA Know-how für autonomes Fahren zu

Wien (APA) - Im Lichte der am Montag begonnenen Warnstreiks in der Metalltechnischen Industrie hat der Arbeitnehmerverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE/FSG) mit noch ernsteren Maßnahmen gedroht, sollte es davor nicht ein "substanzielles Angebot" von der Arbeitgeberseite geben. Gibt es keine Verhandlungsrunde mit einem solchen Angebot "wird es am 19. November richtig ernst", so Wimmer im Gespräch mit der APA.
 

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Metaller-KV: Wimmer: Echtes Angebot oder es wird "richtig ernst"

Rüsselsheim (APA/Reuters) - Opel ist mit seinem Eilantrag gegen den behördlich angeordneten Rückruf von knapp 100.000 Dieselautos vor Gericht gescheitert. Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht habe am 9. November den Eilantrag gegen den vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordneten Zwangsrückruf abgelehnt, teilte das Gericht am Montag mit.
 

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Opel - Gericht weist Eilantrag gegen Diesel-Rückrufbescheid ab