Vienna Insurance im ersten Quartal mit weniger Gewinn, mehr Prämien

Die börsennotierte Vienna Insurance Group (VIG) hat im ersten Quartal weniger Gewinn erzielt und mehr Prämien eingenommen. Der Gewinn vor Steuern sank um 15,2 Prozent auf 130,9 Mio. Euro, teilte die VIG am Mittwoch mit. Belastet hätten das niedrige Zinsniveau und höhere Aufwendungen für Unwetterschäden und der erstmals erfasste Zinsaufwand für die im März 2015 begebene nachrangige Anleihe.

In einem sehr herausfordernden Marktumfeld sei es gelungen, in allen Ländern und Geschäftsbereichen positive Ergebnisse zu erzielen, so VIG-Chef Peter Hagen. "Unsere Nähe zu den Märkten durch die starke regionale Verankerung brachte ein teilweise signifikantes Prämienwachstum."

Die verrechneten konsolidierten Prämien seien trotz des deutlichen Rückgangs bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung um 0,9 Prozent auf 2,76 Mrd. Euro gestiegen, so die VIG. Die Combined Ratio (Schäden und Kosten in Relation zu den Prämieneinnahmen habe sich auf 96,3 (96,4) Prozent verbessert.

Die Kapitalanlagen (einschließlich der liquiden Mittel) seien um 4,0 Prozent gestiegen und hätten per Ende März auf 32,4 Mrd. Euro betragen. Das Finanzergebnis des Konzerns habe sich auf 273,4 Mio. Euro belaufen (minus 0,9 Prozent). Das historisch tiefe Zinsniveau habe die laufenden Erträge im Finanzergebnis belastet und zudem die Bildung einer Vorsorge für Personalrückstellungen in Österreich notwendig gemacht.

Gestärkt worden sei die Kapitalstruktur. Im März wurde eine nachrangige Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. Euro begeben. Zudem seien Anteile der ersten Tranche der 2008 begebenen 500 Mio. Euro Hybridanleihe sowie der im Jänner 2005 begebenen Ergänzungskapitalanleihe 2005-2022 rückgekauft worden.

Von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Vorsteuergewinn von 139,9 Mio. Euro und Prämieneinnahmen von 2,75 Mrd. Euro gerechnet.

Kurz nach Handelsbeginn an der Wiener Börse gaben die Titel der Vienna Insurance Group nach präsentierten Quartalszahlen um 2,35 Prozent nach.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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