Vielfliegerprogramm von Air Berlin steht vor dem endgültigen Aus

Berlin (APA/AFP/dpa) - Neun Monate nach der Pleite von Air Berlin steht auch das Vielfliegerprogramm Topbonus vor dem endgültigen Aus. Der Investor, der bereits einen Kaufvertrag für Topbonus unterschrieben hatte, könne die nötige Finanzierung nicht aufbringen, teilte der zuständige Insolvenzverwalter Christian Otto am Freitag mit. Die Aussicht, dass er die Zahlungen in den kommenden Tagen noch leiste, sei gering.

Einen anderen Kaufinteressenten gebe es nicht.

Damit gehen Branchenkreisen zufolge rund zwei Millionen Meilensammler vorerst leer aus. Betroffen sind auch die zahlreichen Partner von Topbonus wie Versicherungen, Mietwagen-Anbieter und Hotelportale sowie die rund 20 Mitarbeiter von Topbonus. Ihnen hat Otto nach eigenen Angaben bereits gekündigt.

Topbonus hatte zehn Tage nach der Pleite von Air Berlin Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt. Das Geschäft wurde weitergeführt, ab September konnten die Teilnehmer bei Etihad, Autovermietungen und Hotelportalen wieder Meilen sammeln. Weitere Fluggesellschaften kamen hinzu.

Doch das reichte nicht - ohne Investor musste der Insolvenzverwalter nun den Geschäftsbetrieb stilllegen. Dies sehe das Insolvenzrecht vor, um die Gläubiger nicht durch eine "aussichtslose Fortführung" zu schädigen, erklärte Otto. Teilnehmer von Topbonus können ihre Punkte nun nur noch als Forderung beim Insolvenzverwalter anmelden. Das ist gebührenfrei noch bis 15. Mai möglich. Bis zu einer möglichen Zahlung können aber einige Jahre vergehen.

Das Topbonus-Programm hatte laut Otto rund 4,3 Millionen Kunden. Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang April können sie ihre Punkte nicht mehr einlösen. Sie können verlorene Punkte aber als Forderung im Insolvenzverfahren geltend machen. Topbonus hatte 2017 nach der Air-Berlin-Pleite ebenfalls Insolvenz angemeldet.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro