Vertiefung der Währungsunion: EU-Vertrag muss nicht geändert werden

Brüssel (APA) - Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion können ohne Vertragsänderung erfolgen. Der Vizepräsident der EU-Kommission Valdis Dombrovskis erklärte am Mittwoch zu den Vorschlägen über einen eigenen Euro-Finanzminister ohne eigenes Budget, die Umwandlung des ESM in einen Europäischen Währungsfonds, dass dies durch Richtlinien möglich sei.

Wesentlich ist für Dombrovskis die Stärkung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU), der alle 28 Staaten und nach dem Brexit 27 EU-Länder angehören. Um den herrschenden Aufschwung abzusichern und künftige Krisen besser anzupacken, müsse nicht nur die Bankenunion vollendet werden, sondern auch der neue Europäische Währungsfonds (EWF) als Letztsicherung gegenüber dem einheitlichen Abwicklungsfonds dienen. Weiters sei geplant, Investitionen massiv zu unterstützen.

Dombrovskis verwies darauf, dass "Investitionen als erstes bei nationalen Haushalten gekürzt werden, wenn es Probleme gibt". Deshalb sollten die Co- und Vorfinanzierungen im Rahmen des europäischen Struktur- Investitionsfonds aufgestockt werden. Der Vize-Kommissionschef meinte, "wir mussten während der Krise das Schiff im Sturm reparieren. Aber jetzt sind die Gewässer ruhiger. Das ist eine gute Möglichkeit, eine starke Wirtschaft auf guter Grundlage aufzubauen. Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen über die nächsten Schritte", meinte er unter Hinweis auf den nächsten EU-Gipfel Ende kommender Woche.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte