Versicherer Generali mit höchstem Gewinn seit zehn Jahren

Triest (APA/Reuters) - Der italienische Versicherungsriese Generali hat im ersten Halbjahr so viel Gewinn erwirtschaftet wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der Nettogewinn stieg um neun Prozent auf 1,33 Mrd. Euro, wie der Konzern am Mittwoch in Triest mitteilte. Ein Grund dafür waren die unerwartet hohen Erlöse aus dem Verkauf zahlreicher Landesgesellschaften, etwa in Belgien und den Niederlanden.

Insgesamt rechnet Generali daraus nun mit einem Geldsegen von 1,5 Mrd. Euro, 500 Mio. mehr als veranschlagt. Der bis zu 1,9 Mrd. Euro schwere Verkauf der deutschen Lebensversicherungs-Tochter Generali Leben an den Bestandsmanager Viridium, der erst im Juli angekündigt wurde, ist darin noch gar nicht enthalten.

Aber auch der operative Gewinn stieg um knapp drei Prozent auf 2,53 Mrd. Euro. Die Prämien legten um 6,5 Prozent auf 35,1 Mrd. Euro zu. Vorstandschef Philipp Donnet richtet den Konzern neu aus. In der Lebensversicherung verabschiedet sich Generali zunehmend vom Geschäft mit Renten-Policen mit langfristigen Garantien, die viel Kapital binden, zugunsten von fondsgebundenen und Risiko-Lebensversicherungen.

In Deutschland brach im Halbjahr nicht nur das Geschäft mit klassischen Spar- und Renten-Produkten um ein Viertel ein, auch Risiko-Policen wurden deutlich weniger verkauft. Die Debatte um einen Verkauf der vier Millionen Generali-Leben-Policen hatte für große Diskussionen gesorgt. Wenn die Finanzaufsicht BaFin zustimmt, können die Italiener mit einem Gewinn aus dem Verkauf von 275 Mio. Euro rechnen. Die Schaden- und Unfall-Sparte von Generali Deutschland steckte die Sturmschäden zu Beginn des Jahres in Norddeutschland weg und hielt die Schaden-Kosten-Quote mit 91,4 Prozent fast stabil. Konzernweit verbesserte sie sich auf 92,0 von 92,8 Prozent.

Im November will Donnet eine neue Strategie für die Jahre bis 2021 vorstellen. Schon vorher baut der Franzose den Vorstand um. Finanzvorstand Luigi Lubelli verabschiedet sich Ende August, sein Nachfolger Cristiano Borean kommt von der Frankreich-Tochter. Zugleich führt er die Position des General Manager ein, dem unter anderem der Finanzchef untersteht. Den Posten bekommt mit Frederic de Courtois ebenfalls ein Franzose.

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"