Verluste in Ukraine lasten auf Bank Austria

Verluste der kriselnden Tochter in der Ukraine und höhere Vorsorgen für faule Kredite schmälern den Gewinn der UniCredit -Osteuropatochter Bank Austria. Im ersten Halbjahr fiel der Gewinn um gut 37 Prozent auf 489 Millionen Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

Grund dafür waren Belastungen von insgesamt 202 Millionen Euro in der krisengschüttelten Ukraine. UniCredit will die dortige Tochter Ukrsotsbank seit einiger Zeit verkaufen, hat aber bislang keinen Abnehmer gefunden. Die Bank sei jedoch weiterhin in ernsthaften Gesprächen mit Interessenten, hatte UniCredit-Chef Federico Ghizzoni am Mittwoch erklärt. Eine Lösung könnte sich in der zweiten Jahreshälfte abzeichnen.

Neben den Verlusten in der Ukraine machten der Bank auch höhere Vorsorgen für faule Kredite in Russland, der Ukraine, Tschechien, Kroatien und Rumänien zu schaffen. Insgesamt stiegen die Rückstellungen für Darlehen, die Bankkunden nicht mehr zurückzahlen können, um gut ein Zehntel. Die UniCredit leitet einen Großteil ihres Osteuropageschäfts über die Bank Austria. Sie ist der größte Kreditgeber in der Region vor der Raiffeisen Bank International und der Erste Group.

Trotz der durchwachsenen Entwicklung will das Institut an seinem Engagement in der Region festhalten. "Zentral- und Osteuropa steuert weiterhin einen substantiellen Beitrag zum Ergebnis der Bank Austria bei, da die Region in Summe schneller wächst als Westeuropa", sagte Bank-Austria-Chef Carlo Vivaldi. Die harte Kernkapitalquote des Instituts lag bei 10,8 Prozent.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden