Verkehrschaos wegen Uber in Budapest

Ein Taxi-Protest gegen Uber hat in Budapest am Montag den Verkehr fast lahm gelegt. Die Taxifahrer fordern das Verbot des privaten US-Fahrdienstes.

Budapest/Wien Aus Protest gegen die Dienste des umstrittenen US-amerikanischen Fahrdienstvermittlers Uber blockieren heute (Montag) über hundert Taxis die Budapester Innenstadt. Im Rahmen einer unangemeldeten Demonstration legten sie den Verkehr teilweise lahm.

Die Organisatoren des Streiks kündigten an, ihre Aktion solange fortzuführen, bis ihre Forderung nach einem Verbot dieser privaten Fahrdienste erfüllt wird und die Telefonanbieter die Taxi-App von Uber aus dem Netz nehmen.

2.500 der in Budapest tätigen 4.500 Taxifahrer unterzeichneten laut Medienberichten die Petition, die dem Budapester Oberbürgermeister Istvan Tarlos am Montag übergeben werden soll. Dabei hinge es von dem Ergebnis der Verhandlungen ab, ob die Taxifahrer Budapest unter eine Blockade stellen."Wir haben uns auf eine tagelange Aktion eingerichtet", erklärte ein Taxifahrer gegenüber der ungarischen Nachrichtenagentur MTI.

Die Polizei ging bisher nicht gegen die unangemeldete Demonstration vor. Im Oktober 1990 hatten Ungarns Taxifahrer den öffentlichen Verkehr wegen Benzinpreiserhöhungen im ganzen Lande drei Tage lang lahmgelegt. Die Regierung nahm daraufhin die drastischen Preiserhöhungen zurück.

Bei dem umstrittene Fahrdienst-Angebot von Uber können Privatpersonen Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, mit dem eigenen Auto befördern. Gegen das US-Unternehmen Uber gibt es international immer wieder massive Proteste der Taxibranche.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne