Verkehrschaos wegen Uber in Budapest

Ein Taxi-Protest gegen Uber hat in Budapest am Montag den Verkehr fast lahm gelegt. Die Taxifahrer fordern das Verbot des privaten US-Fahrdienstes.

Budapest/Wien Aus Protest gegen die Dienste des umstrittenen US-amerikanischen Fahrdienstvermittlers Uber blockieren heute (Montag) über hundert Taxis die Budapester Innenstadt. Im Rahmen einer unangemeldeten Demonstration legten sie den Verkehr teilweise lahm.

Die Organisatoren des Streiks kündigten an, ihre Aktion solange fortzuführen, bis ihre Forderung nach einem Verbot dieser privaten Fahrdienste erfüllt wird und die Telefonanbieter die Taxi-App von Uber aus dem Netz nehmen.

2.500 der in Budapest tätigen 4.500 Taxifahrer unterzeichneten laut Medienberichten die Petition, die dem Budapester Oberbürgermeister Istvan Tarlos am Montag übergeben werden soll. Dabei hinge es von dem Ergebnis der Verhandlungen ab, ob die Taxifahrer Budapest unter eine Blockade stellen."Wir haben uns auf eine tagelange Aktion eingerichtet", erklärte ein Taxifahrer gegenüber der ungarischen Nachrichtenagentur MTI.

Die Polizei ging bisher nicht gegen die unangemeldete Demonstration vor. Im Oktober 1990 hatten Ungarns Taxifahrer den öffentlichen Verkehr wegen Benzinpreiserhöhungen im ganzen Lande drei Tage lang lahmgelegt. Die Regierung nahm daraufhin die drastischen Preiserhöhungen zurück.

Bei dem umstrittene Fahrdienst-Angebot von Uber können Privatpersonen Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, mit dem eigenen Auto befördern. Gegen das US-Unternehmen Uber gibt es international immer wieder massive Proteste der Taxibranche.

Wien (APA) - Der Frequentis-Konzern hat im Jahr 2017 seinen Gewinn (nach Steuern) von 9,2 Mio. auf 10,7 Mio. Euro gesteigert. Das auf sicherheitskritische Kommunikations- und Informationssysteme spezialisierte Wiener IT-Unternehmen erzielte 266,9 Mio. Euro Umsatz, nach 241,2 Mio. Euro im Jahr 2016. Dies geht aus der heute Dienstag veröffentlichten Konzern-Bilanz im Amtsblatt der Wiener Zeitung hervor.
 

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Frequentis steigerte 2017 Gewinn und Umsatz

Linz (APA) - In der Affäre um liegen gebliebene Akten im Linzer Magistrat hat das Kontrollamt nun seinen Bericht vorgelegt, wie die Stadt am Dienstag berichtete. Es macht u.a. "Defizite in der organisatorischen, personellen und strategischen Führungsarbeit" für die Misere verantwortlich. Die entstandene Schieflage sei lange Zeit "von allen Beteiligten des Geschäftsbereiches völlig falsch eingeschätzt" worden.
 

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Linzer Aktenaffäre: Kontrollamt sieht Defizite in Führungsarbeit

Paris (APA/dpa) - Ein neuer Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs hat auch für Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr gesorgt. Wegen eines Streikaufrufs für Fluglotsen waren die Airlines am Dienstag dazu aufgerufen, an drei großen Flughäfen jeweils jeden fünften Flug zu streichen, wie Frankreichs zivile Luftfahrtbehörde bestätigte.
 

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Streik im öffentlichen Dienst Frankreichs bringt Flugausfälle