Verkauf der Air Berlin Technik kostet 700 Arbeitsplätze

Berlin - Der Verkauf der Techniksparte der insolventen Air Berlin ist unter Dach und Fach. Der Serviceanbieter Nayak hat nach eigenen Angaben wie geplant den Kaufvertrag unterzeichnet. Der Großteil der Arbeitsplätze geht dabei verloren: In Berlin werden 80 Beschäftigte übernommen, in Düsseldorf 170, wie die Bietergemeinschaft Zeitfracht-Nayak am Montag mitteilte. Den 700 übrigen Mitarbeitern stehe eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft offen.

München als Standort der Air Berlin Technik wird damit geschlossen. Der Verkauf soll noch in diesem Jahr vollzogen werden, über den Preis wurde Schweigen vereinbart. Nayak-Geschäftsführer Boris Liffers sagte, die Verhandlungen mit bisherigen Kunden der Air Berlin Technik seien weit fortgeschritten. Eurowings habe schon Aufträge vergeben.

Nayak hatte sich für das Rennen um die insolvente Air Berlin mit der Berliner Logistikfirma Zeitfracht zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen. Zeitfracht übernimmt das Tochterunternehmen Leisure Cargo, das mit 60 Beschäftigten Frachtplätze in Flugzeugen vermarktet.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder