Verhandlungen gegen Daimler wegen Lkw-Kartells verzögern sich

Stuttgart (APA/dpa) - Die ersten Schadenersatz-Verhandlungen gegen Daimler wegen eines Lkw-Kartells verzögern sich. Man habe alle Termine für Oktober abgesagt, nachdem es einen Befangenheitsantrag von der Klägerseite gegeben habe, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts am Freitag. Die zuständige Vorsitzende Richterin habe vorsorglich mitgeteilt, dass sie Verwandtschaft habe, die bei Daimler arbeitet.

Daraufhin hielt ein Kläger sie für befangen. Über diesen Antrag müsse noch entschieden werden, so der Gerichtssprecher. Ob die für November geplanten mündlichen Verhandlungen mehrerer Fälle stattfinden können, sei fraglich.

Die Kammer der Vorsitzenden Richterin ist für rund 30 Schadenersatzklagen gegen Daimler wegen des Lkw-Kartells zuständig. Vor dem Landgericht sollte es am kommenden Donnerstag zu einer ersten mündlichen Verhandlung kommen: Ein Nürnberger Spediteur fordert von Daimler insgesamt eine halbe Million Euro Schadenersatz. Dieser Termin wurde nun bis auf Weiteres abgesagt.

Die EU-Kommission hatte Daimler und andere Lkw-Bauer 2016 zu einer Strafe von knapp 3 Mrd. Euro verdonnert, Daimler musste rund 1 Milliarde Euro zahlen. Die Brüsseler Behörde stellte zwar fest, dass es von 1997 bis 2011 ein Kartell gab, sagte aber nicht, dass diese Absprachen höhere Preise zur Folge hatten. Daimler bestreitet, dass Schaden entstanden sei. Zahlreiche Spediteure pochen auf Schadenersatz. Einen durch ein Kartell entstandenen Schaden vor Gericht zu belegen und seine Höhe festzustellen, ist üblicherweise schwierig.

Rüsselsheim (APA/dpa) - Der Autobauer Opel trennt sich von Teilen seines Rüsselsheimer Entwicklungszentrums. Bis zu 2.000 Mitarbeiter sollen zum französischen Entwicklungsdienstleister Segula wechseln, der am Standort einen Technologie-Campus gründen will, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Man habe eine strategische Partnerschaft vereinbart.
 

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Opel gibt Teile von Entwicklungszentrum ab

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will ihren Krisen-Betrieb in Deutschland bis 2023 beenden und verlangt dafür milliardenschwere Unterstützung. Zwischen 2019 und 2022 müssten fünf Mrd. Euro zusätzlich investiert werden, heißt es in Konzernunterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen.
 

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Deutsche Bahn will bis 2023 wieder flott werden

Luxemburg (APA/dpa) - Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.
 

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EuGH: Flugpreise dürfen nicht in beliebiger Währung angegeben werden